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Neues KI-Zentrum in Prag soll Forschung und Praxis verknüpfen

Neues KI-Zentrum in Prag soll Forschung und Praxis verknüpfen
Symbolbild Künstliche Intelligenz / pixabay DeltaWorks
Von: News aus Tschechien
In Prag wurde ein neues nationales Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet. Es soll Forschung, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung enger miteinander vernetzen.

In Prag ist ein neues nationales Zentrum für Künstliche Intelligenz eröffnet worden. Das teilten die beteiligten Institutionen mit. Die Einrichtung soll dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in konkrete Anwendungen für Wirtschaft und öffentliche Verwaltung zu überführen. Das Zentrum basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und staatlichen Einrichtungen. Ziel ist es, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Bereichen zu fördern, in denen digitale Systeme zunehmend an Bedeutung gewinnen – etwa in der Verwaltung oder in industriellen Prozessen.

Nach Angaben von Tomáš Kroupa von der Fakultät für Elektrotechnik der Tschechischen Technischen Universität wurde das Zentrum innerhalb von nur drei Monaten aufgebaut. Insgesamt waren sieben technische Universitäten aus ganz Tschechien an der Entwicklung beteiligt.

Ein zentrales Merkmal des Projekts ist die enge Ausrichtung an den Bedürfnissen der Praxis. Unternehmen und öffentliche Institutionen sollen konkrete Anforderungen formulieren, die anschließend von Forschungsteams in anwendungsorientierte KI-Lösungen umgesetzt werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Forschung und wirtschaftliche Nutzung voneinander getrennt bleiben. Inhaltlich konzentriert sich das Zentrum auf mehrere Schlüsselbereiche, darunter industrielle Produktion, Sicherheitsanwendungen, autonome Systeme, Biomedizin, Energie und Bauwesen. Diese Sektoren gelten als besonders relevant, da sie zunehmend auf datenbasierte Prozesse und Automatisierung angewiesen sind.

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Ein erstes Projekt ist bereits geplant: Gemeinsam mit einem großen Cybersecurity-Unternehmen soll ein System entwickelt werden, das nachvollziehbar macht, wie Künstliche Intelligenz Softwarefehler erkennt und potenziell schädliche Programme identifiziert. Solche Anwendungen könnten künftig eine wichtige Rolle beim Schutz digitaler Infrastrukturen spielen.

Finanziert wird das Vorhaben unter anderem durch das SIGMA-Programm der Technologieagentur der Tschechischen Republik, das rund 400 Millionen Kronen bereitstellt. Insgesamt umfasst das Budget des Zentrums mehr als 500 Millionen Kronen, ergänzt durch Beiträge aus der Industrie.

Mit dem neuen Zentrum will Tschechien seine Position im Bereich der Künstlichen Intelligenz stärken und den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis deutlich beschleunigen.

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