Tschechiens Autoindustrie stellt im ersten Quartal Rekord auf
Die tschechische Automobilindustrie ist mit einem Rekordergebnis ins Jahr 2026 gestartet. Das teilte der Branchenverband unter seinem Präsidenten Martin Jahn mit. Zwischen Januar und März wurden in den heimischen Werken insgesamt 403.315 Straßenfahrzeuge produziert – ein Anstieg von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den größten Anteil stellten Pkw mit 396.880 Einheiten. Bereits 40 Prozent aller produzierten Fahrzeuge verfügten über einen elektrifizierten Antrieb – darunter 65.809 reine Elektroautos, 13.453 Plug-in-Hybride und 83.542 Hybridfahrzeuge.
„Trotz wachsender geopolitischer Unsicherheiten und eines verhaltenen Jahresauftakts auf den europäischen Märkten bleibt die tschechische Automobilindustrie leistungsstark und stabil", sagte Jahn. Gleichzeitig verwies er auf steigende Kosten bei Energie, Rohstoffen und Logistik infolge globaler Entwicklungen.
Der Export bleibt der zentrale Absatzkanal: Über 93 Prozent der produzierten Fahrzeuge – 369.197 Einheiten – gingen ins Ausland, ein Plus von 8,5 Prozent. Auf dem Inlandsmarkt wurden 27.683 Fahrzeuge abgesetzt, ein Zuwachs von 5,8 Prozent.
Größter Hersteller bleibt Škoda Auto mit 267.544 produzierten Fahrzeugen – ein Plus von 13,1 Prozent. Zu den meistproduzierten Modellen im März zählten Octavia, Elroq und Kamiq. 67.536 Einheiten entfielen auf batterieelektrische und Plug-in-Hybrid-Modelle. Toyota Motor Manufacturing Czech Republic steigerte seine Produktion auf 62.336 Fahrzeuge, ausnahmslos Hybridmodelle, von denen über 99 Prozent exportiert wurden. Hyundai Motor Manufacturing Czech verzeichnete hingegen einen Rückgang um 6,3 Prozent auf 67.000 Fahrzeuge – knapp die Hälfte davon mit elektrifiziertem Antrieb.
Auch Busse und Nutzfahrzeuge entwickelten sich positiv. Die Busproduktion wuchs um 9,2 Prozent auf 1.442 Einheiten. Im Lkw-Segment steigerte Tatra Trucks seine Produktion um 47,3 Prozent auf 408 Fahrzeuge. Die Zahlen unterstreichen die robuste Entwicklung des tschechischen Automobilsektors als tragende Säule der heimischen Industrie.