Im Landkreis Meißen könnte eine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro pro Stunde die jährliche Kaufkraft um 12,7 Millionen Euro steigern. Laut einer Analyse des Pestel-Instituts für die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) arbeiten derzeit rund 7.700 Menschen im Kreis Meißen zum aktuellen Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde. Die NGG fordert, dass der Niedriglohnbereich deutliche Erhöhungen benötigt, um mit den steigenden Lebenshaltungskosten Schritt zu halten.
Die NGG Dresden-Chemnitz ist mit dem derzeitigen Mindestlohn unzufrieden. Geschäftsführer Thomas Lißner: „Wer Vollzeit arbeitet und nur den gesetzlichen Mindestlohn verdient, hätte bei einem Anstieg auf 15 Euro etwa 375 Euro brutto mehr am Monatsende." Der Vorschlag sieht insbesondere für Mini-Jobber und andere Niedriglohnempfänger Vorteile, die aktuell unter der 15-Euro-Marke verdienen. Von der geforderten Erhöhung würden etwa 22.700 Arbeitnehmer im Landkreis profitieren, was die Kaufkraft der Region erheblich stärken könnte.