Ein trister, verregneter Tag in der Kläranlage von Ottendorf-Okrilla unweit der Großen Röder. Laura Kämpffe steht mit Max Flach und Michael Emmrich unterm schützenden Dach in der Schlammbehandlung. Hier erklärt die 23-jährige Abwassertechnikerin von der Stadtentwässerung Dresden den Männern, wie die sechs an der Wand angebrachten Dosierpumpen funktionieren. Die beiden absolvieren derzeit in der Kläranlage ein Praktikum. Sie ist eine Ausbildungsstätte des Landesverbandes Sachsen/Thüringen der Deutschen Vereinigung für Wasser, Abwasser und Abfall e.V. (DWA), in der Quereinsteiger aus anderen Berufen gezeigt wird, wie Kläranlagen funktionieren und was dort zu tun ist.
Der 24-jährige Industriemechaniker Max Flach und der 56-jährige Schlosser Michael Emmrich arbeiten in der gleichen Abteilung im Mannesmann-Röhrenwerk in Zeithain bei Riesa. „Wir bekommen Stahlblöcke aus dem Stahlwerk Riesa, aus denen wir nahtlose Rohre herstellen“, erklärt Schlosser Emmrich. Dafür muss der Stahl in den Öfen auf bis zu 1.400 Grad erhitzt werden, bis er glüht, sodass er zu Rohren geformt werden kann. Ihre Abteilung kümmert sich um die Bereitstellung von Wasser, Gas und Luft für die Öfen.
