Hoch empor ragt der stählerne Zylinder unweit der Faultürme. Damian Fitula steigt die Treppe empor, die aufs Dach des neuen zweiten Gasspeichers führt. Der Diplom-Elektroingenieur von der Dohnaer Firma Elektrotechnik und Automatisierung prüft dort, ob einer der Sensoren auf dem Gasspeicher ordentlich angebaut und angeschlossen ist. „Er schlägt an, wenn der Gasspeicher zu voll ist“, erklärt der 36-jährige Fachmann. Sein Unternehmen hat die Elektrotechnik für den Gasspeicher geplant und überwacht die Montage. Deshalb ist er in der jetzigen Endphase des Baus fast wöchentlich vor Ort, um die installieren Anlagen zu überprüfen und anfallende Probleme zu klären.

Elektroingenieur Damian Fitula prüft gerade diesen Sensor auf dem Dach des neuen Behälters, der 5.000 Kubikmeter Klärgas fasst. Aus dem wird in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme erzeugt.
Der zweite Gasspeicher ist der Auftakt für den Ausbau des Klärwerks Kaditz in großem Stil. In den nächsten Jahren wird es zur Großbaustelle. Denn Dresdens Abwassersystem muss ausgebaut werden, um es für die kommenden Jahrzehnte zukunftssicher zu gestalten. Das ist dringend nötig. Einerseits soll die Dresdner Bevölkerung wachsen. Zum anderen wird sich die Menge des Industrieabwassers mehr als verdoppeln. Denn die Halbleiter-Industrie wächst rasant. Außerdem ergeben sich aus der neuen kommunalen Abwasserrichtlinien verschärfte Anforderungen.