Schon länger steht die mutmaßliche rechtsextremistische Terrorgruppe, die sich selbst die «Letzte Verteidigungswelle» nennt, im Visier der Bundesanwaltschaft. Wenige Wochen nachdem in Hamburg ein erster Prozess gegen zum Teil minderjährige Verdächtige begonnen hat, gehen Deutschlands oberste Strafverfolger mit Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gegen weitere vermutete Mitglieder der Gruppe vor.
In Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein rückten Beamte des Bundeskriminalamts und der örtlichen Polizeien am Dienstagmorgen zu 16 Orten aus. Die Maßnahmen richteten sich laut Bundesanwaltschaft gegen insgesamt zehn Beschuldigte. Sie sind zwischen 15 und 22 Jahre alt und sollen als Jugendliche oder Heranwachsende gehandelt haben.