Tödliche Flucht vor Polizei: Anklage wegen Mordes erhoben
Ein halbes Jahr nach einer tödlichen Flucht vor der Polizei in Dresden ist gegen einen 23 Jahre alten Autofahrer Anklage erhoben worden. Dem Deutschen wird Mord und ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Demnach hatte der Mann mit Tötungsvorsatz ein anderes Fahrzeug gerammt. Dessen 32 Jahre alter Fahrer erlag wenige Tage später seinen schweren Verletzungen. Den Ermittlungen zufolge war der 23-Jährige mit seinem Transporter am 9. Mai Polizeibeamten in Pirna wegen überhöhter Geschwindigkeit aufgefallen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf, der Autofahrer hielt aber nicht an und raste weiter Richtung Dresden. Dort missachtete er an einer Kreuzung laut Anklage mit Tempo 95 eine rote Ampel und stieß mit einem anderen Wagen zusammen. Das Auto des 32-Jährigen wurde durch den heftigen Aufprall etwa 75 Meter über den Asphalt geschleudert. Der Mann starb vier Tage später. Der Beschuldigte wurde festgenommen und war bis zum 1. Oktober in Untersuchungshaft. Das Landgericht Dresden hob den Haftbefehl auf, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass der Beschuldigte bei Begehung der Tat schuldunfähig gewesen war. Das Landgericht Dresden muss über die Zulassung der Anklage entscheiden. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten