Am Düsseldorfer Oberlandesgericht hat der Prozess gegen sechs mutmaßliche Antifa-Aktivisten begonnen, die in Budapest und Erfurt Rechtsextremisten angegriffen und zum Teil schwer verletzt haben sollen. Die Bundesanwaltschaft wertet dies in zwei Fällen als versuchten Mord.
Der Prozess startete unter großem Andrang der Öffentlichkeit im Hochsicherheitstrakt des Gerichts, dessen großer Saal erstmals fast bis auf den letzten Platz gefüllt war. Aus den Reihen der Zuschauer kam es vor Prozessbeginn zu Sympathiebekundungen für die Angeklagten, die mit Applaus empfangen wurden.
Zwei Angeklagte zeigten auf Mappen «Solidarität mit Maja», die sich derzeit in Ungarn wegen der Vorfälle in Budapest verantworten muss. Ein Prozess gegen weitere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe findet derzeit in Dresden statt.