Nach der Gewalttat mit drei Toten im sächsischen Neustadt fordern Experten eine umfassende Aufarbeitung und Einordnung als mutmaßlichen Femizid. Der genaue Tathergang sei zwar noch unklar, teilte die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Gewaltfreies Zuhause Sachsen mit. «Klar ist jedoch: Dieses Verbrechen steht nicht isoliert, sondern reiht sich in ein bekanntes Muster geschlechtsspezifischer Gewalt ein.»
Mann erschießt bei Beratungsgespräch zwei Frauen und sich selbst
Ende April waren bei einem Gespräch in einer offenen Begegnungsstätte in Neustadt Schüsse gefallen. Einsatzkräfte fanden zwei Tote, eine 48-jährige Frau und einen 54-jährigen Mann, sowie eine schwer verletzte 49-jährige Frau, die einen Tag später in einem Krankenhaus ihren Verletzungen erlag.
Bei den Opfern handelt es sich laut Polizei um die ehemalige Lebensgefährtin des Täters und eine Sozialpädagogin. Wenige Wochen vor dem Gespräch hatte sich das Paar getrennt. Der Mann habe sich nach der Tat selbst umgebracht.