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Lebenserwartung in Ostdeutschland während Pandemie gesunken

Lebenserwartung in Ostdeutschland während Pandemie gesunken
Zwei ältere Personen sitzen auf einer Bank in der Natur. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild
Von: DieSachsen News

Die Corona-Pandemie hat die Lebenserwartung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gedrückt. Deutschlandweit ging die Erwartung nirgendwo so stark zurück wie bei Männern in Sachsen, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervorgeht. 2019 lag der Wert noch bei 78,2, im vergangenen Jahr nur noch bei 77,5 Jahren. Auch bei den Frauen sank die durchschnittliche Lebenserwartung im selben Zeitraum um 0,5 auf 83,6 Jahre. Ein stärkerer Rückgang war den Angaben nach lediglich in Bremen zu verzeichnen.

In Sachsen-Anhalt schrumpfte die Lebenserwartung bei Männern um 0,4 auf 76,4 Jahre, bei Frauen um 0,2 auf 82,8 Jahre. In Thüringen lebten beide Geschlechter um Schnitt 0,1 Jahre kürzer, Männer demnach 77,7 und Frauen 83,5 Jahre.

«Die Lebenserwartung wird selbstverständlich nicht nur durch Covid-19 beeinflusst», sagt Dr. Pavel Grigoriev vom BiB. «Detaillierte Sterbestatistiken zeigen aber, dass Covid-19 in vielen Ländern 2020 einen erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung hatte.» Im Bundesdurchschnitt sank die Lebenserwartung zwischen 2019 und 2020 um rund 0,3 auf 76,6 Jahre bei Männern und um 0,1 auf 83,3 bei Frauen. Vor der Pandemie sei die Lebenserwartung noch durchschnittlich um 0,1 pro Jahr angestiegen.

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