Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist zuletzt leicht gesunken, bleibt aber auf einem hohen Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag mit 2067,2 an. Am Samstag betrug der Wert 2104,9. Wegen der coronabedingt großen Personalausfälle etwa in Schulen oder in Krankenhäusern wird der Ruf nach einer Lockerung der Quarantäne-Regeln lauter.
Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) sprach sich für eine Änderung der Quarantäne-Vorschriften aus. «Ich halte die aktuell geltenden Quarantäne-Regeln langfristig für nicht mehr zeitgemäß», sagte sie der «Leipziger Volkszeitung» (Samstag). Die Gesundheitsministerkonferenz müsse bundesweit eine «kluge Lösung» finden, sagte Köpping. Es gehe im Kern darum, wie Infizierte und enge Kontaktpersonen «eigenverantwortlich zum Schutze der Anderen sicher handeln können».
Auch Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sprach sich gegenüber der Zeitung für Lockerungen aus. «Unter den derzeitigen Bedingungen dürfen wir infizierte, aber nicht erkrankte Kinder nicht mehr so lange von Beschulung und Betreuung ausschließen», sagte er. Die Dauer der Quarantäne müsse verkürzt werden.