Sachsen will binnen kurzer Zeit tausende Plätze zur Unterbringung ukrainischer Flüchtlinge schaffen. Ziel sei es aber, sie so schnell wie möglich auf die Kommunen aufzuteilen und dort in Wohnungen unterzubringen, sagte Regina Kraushaar, Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, am Montag in Dresden. Dafür seien dann die Landkreise und Kreisfreien Städte zuständig. Zentrale Anlaufstelle ist zunächst die Einrichtung «Mockau III» in Leipzig. Dort sind nach Angaben von Innenminister Roland Wöller (CDU) derzeit noch etwa 550 Plätze frei. Insgesamt hat Sachsen für die Erstaufnahme von Asylbewerbern aktuell 5528 Plätze, wovon 1417 vakant sind.
Wöller sprach von einer dramatischen Lage. Es sei damit zu rechnen, dass der Krieg noch brutaler wird. Man müsse den Menschen Schutz und Obdach gewähren und Solidarität mit der Ukraine zeigen. Aktuell würden sich 1422 Menschen aus diesem Land in der Erstaufnahme befinden - fast ausschließlich Frauen, Kinder und ältere Menschen. Viele seien traumatisiert. Wöller verwies auch auf zahlreiche private Aktivitäten. Er rechne damit, dass sich diese Betroffenen in den kommenden Tagen bei den Behörden melden, da sie versorgt werden müssten und Zugang zur medizinischen Versorgung bräuchten.