Motivation: 80.000 Menschen auf der Straße – und jetzt erst recht
Am vergangenen Samstag, dem 18. April 2026, gingen unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen!" in vier deutschen Großstädten gleichzeitig Menschen auf die Straße. Laut Angaben der Veranstalter – einem breiten Bündnis aus Campact, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, Greenpeace, Germanwatch, GermanZero und WWF Deutschland – nahmen bundesweit rund 80.000 Menschen an den Protesten teil. Allein in Berlin kamen nach Veranstalterangaben 24.000 Demonstrierende zusammen, in München waren es demnach rund 12.000.
Anlass für die Proteste war die Energiepolitik der Bundesregierung, konkret der Kurs von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die den Ausbau erneuerbarer Energien nach Einschätzung der Organisatoren aktiv bremst. Zeitgleich treibt der anhaltende Iran-Krieg die Öl- und Gaspreise in die Höhe und macht für viele Menschen die Abhängigkeit von fossilen Energien spürbar greifbar – an der Zapfsäule, auf der Heizkostenabrechnung, im Supermarkt. Das Bündnis sieht darin ein Argument mehr für eine konsequente Energiewende: Wer auf erneuerbare Energien setzt, macht sich unabhängig von Kriegen und Autokraten.