Angesichts der Querelen um den diesjährigen Christopher Street Day (CSD) in Dresden hat sich Ministerpräsident Michael Kretschmer hinter das Anliegen der Organisatoren gestellt. «Über rechtliche Fragen kann man sprechen und Entscheidungen kritisch diskutieren. Das gehört zu einer Demokratie dazu», schrieb der CDU-Politiker auf X.
Aber die Anliegen des CSD verdienten Respekt und Unterstützung. «Zu unserem Land gehört, dass jeder sein Leben frei leben kann.»
Die Landesdirektion Sachsen hatte Ende März entschieden, dass der CSD in Dresden nicht in Gänze als Versammlung eingestuft werden darf. Nur der Umzug sei eine Versammlung, nicht aber das mehrtägige Straßenfest.
Dagegen waren die Organisatoren vor Gericht gezogen. Doch das Verwaltungsgericht Dresden war jüngst der Argumentation der Landesdirektion gefolgt und lehnte den Antrag ab. Nun wollen die Veranstalter aus der Not eine Tugend machen: Es soll an jedem Tag parallel zum geplanten Straßenfest ein Aufzug stattfinden. Der CSD ist vom 4. bis 6. Juni geplant.