Dresden. Rund einen Monat nach der entscheidenden Jurysitzung am 5. Juni 2026, bei der die vier eingereichten Entwürfe für den Wiederaufbau bewertet wurden, zieht das zuständige Expertengremium eine gemischte Bilanz. Die zeitgleich veröffentlichten Kostenschätzungen der beteiligten Planungsbüros stießen in der Dresdner Öffentlichkeit auf heftige Diskussionen. Das Gremium um den Institutsdirektor für Massivbau der TU Dresden, Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx, bemüht sich nun in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Dirk Hilbert und die Stadtratsfraktionen um eine Versachlichung der Debatte.
Die Fachleute stellen klar, dass die vorliegenden Zahlen der Planerteams aufgrund unterschiedlicher Methoden und geringer Planungstiefe kaum direkt miteinander vergleichbar sind. Da sich das Projekt derzeit in der sogenannten Vorplanung befindet, ist eine Abweichung von den tatsächlichen Kosten von rund 30 Prozent völlig normal. Jedes Team habe den daraus resultierenden, recht großen Toleranzkorridor individuell anders ausgeschöpft.