Dresden. Manchmal beginnt Gemeinschaft mit einer Tasse Kaffee und der Frage: „Darf ich mich zu Ihnen setzen?" Eine Woche lang, vom 22. bis 28. Juni, war Dresden voll solcher Anfänge. Unter dem Motto „Gemeinsam aus der Einsamkeit" luden Vereine, Initiativen, Wohlfahrtsverbände, Kirchgemeinden und Stadtteilhäuser zu mehr als 80 Veranstaltungen ein - und rund 800 Menschen aller Generationen folgten dem Ruf.
Die Angebote waren so vielfältig wie die Menschen, die kamen: ein generationenübergreifendes Erzählcafé hier, ein gemeinsamer Spaziergang dort, dazu Kreativrunden und offene Treffs. Der gemeinsame Nenner war denkbar einfach - miteinander ins Gespräch kommen, neue Kontakte knüpfen, für einen Moment nicht allein sein. Die große Resonanz zeigte den Organisatoren, wie sehr das Thema die Stadt bewegt.
Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann dankte den vielen ehren- und hauptamtlich Engagierten: Mit Einsatz, Kreativität und Offenheit hätten sie Begegnungsräume geschaffen, die vielen Menschen neue Perspektiven eröffnet hätten. Für sie ist die Woche mehr als eine gelungene Bilanz - sie ist ein Auftrag: „Einsamkeit kann jede und jeden treffen", so Kaufmann. Umso wichtiger sei es, dauerhaft Orte der Begegnung zu schaffen.