Dresden. Am Mittwoch, 8. Juli, wird es für einen Moment laut in Dresden: Punkt 15 Uhr schwillt zwölf Sekunden lang ein Sirenenton stadtweit an, hält, klingt wieder ab - und endet mit einem Gong. Wer dann zusammenzuckt, kann gleich wieder durchatmen. Es ist kein Notfall, sondern der reguläre Probealarm, mit dem die Stadt viermal im Jahr ihre Warnanlagen auf Herz und Nieren prüft.
Was dabei heult, gehört zu einem der modernsten Sirenennetze Deutschlands. An 210 Standorten hängen die Anlagen über die Stadt verteilt – und sie können mehr als nur Töne. Bei Bedarf senden sie zusätzlich gesprochene Durchsagen, die die Warnung mit konkreten Hinweisen versehen. Selbst wenn der Strom ausfällt, geben die Sirenen nicht auf: Akkus halten sie bis zu 48 Stunden am Laufen.
Der Test folgt einem festen Rhythmus - immer am zweiten Mittwoch eines Quartals. Wer sich den nächsten Termin schon notieren will: Am 14. Oktober heult es erneut um 15 Uhr. Und am 10. September beteiligt sich Dresden am bundesweiten Warntag. Bis dahin gilt für Mittwoch nur eines: kurz hinhören, wissen, dass alles funktioniert - und weitermachen.