Dresden. Elf umjubelte Konzerte in Japan und Südkorea - mit der Asien-Tournee unter Chefdirigent Sir Donald Runnicles verabschiedet sich die Dresdner Philharmonie in die Sommerpause. Und sie tut es mit einer Bilanz, die sich sehen lassen kann: In der Saison 2025/2026 waren die Konzerte zu 90 Prozent ausgelastet, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Rund 19.000 Besucherinnen und Besucher mehr fanden den Weg in den Konzertsaal.
Dresdner Philharmonie: Das Publikum wird jünger
Bemerkenswerter als die reinen Zuwächse ist, wer da neuerdings im Saal sitzt. Der Anteil junger Gäste unter 30 stieg von 22 auf 25 Prozent, und bei den neu gewonnenen Kundinnen und Kunden ist der Großteil zwischen 18 und 65 Jahren alt. Das Orchester erreicht damit ein Publikum, das klassische Konzerthäuser sonst nur schwer für sich gewinnen. Auch die Wahl-Abonnements legten weiter zu - ein Zeichen, dass viele nicht nur einmal, sondern wieder kommen wollen.
Für Intendantin Frauke Roth sind das mehr als erfreuliche Kennzahlen. Sie zeigten, dass Kultur ein gesellschaftliches Bedürfnis sei und kein Luxus - Menschen suchten Orte, an denen sie gemeinsam etwas erleben könnten. Dass dies trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten gelinge, bestärke das Haus darin, Kultur offen, zugänglich und bezahlbar zu halten. Ein willkommener Rückenwind, denn im kommenden Jahr feiert der neueKulturpalast sein zehnjähriges Jubiläum.