Dresden. Es ist kurz nach 15 Uhr an diesem Samstagnachmittag, als an der Rathener Straße in Großzschachwitz auf einem Balkon im 13. Obergeschoss Feuer ausbricht. Die Flammen fressen sich schnell in die Wohnung. Der Mieter bringt sich in Sicherheit - und tut im Hinausgehen etwas, das den gesamten Einsatz prägen wird: Er zieht die Wohnungstür hinter sich zu.
Hochhausbrand in Dresden: Warum eine geschlossene Tür entscheidend war
Was banal klingt, ist es keineswegs. Die geschlossene Tür hält den Rauch aus dem Treppenraum – dem einzigen Fluchtweg für die übrigen Bewohner des Hochhauses. Und sie erspart den ersten Einsatzkräften wertvolle Zeit: Sie können ohne Umwege direkt in die Wohnung vorgehen und das Feuer angreifen.
Ein Trupp unter Atemschutz löscht die Flammen, anschließend blasen Lüfter den Qualm aus dem Gebäude. Der Bewohner und ein Nachbar aus einer angrenzenden Wohnung werden vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Beide bleiben unverletzt.