Dresden. An den heißen Tagen dieses Sommers sieht man es wieder überall an den Elbwiesen: Menschen, die sich ins Wasser wagen - halb Abkühlung, halb Mutprobe. Baden in der Elbe ist in Dresden ein Sehnsuchtsbild, und ein heikles dazu. Seit 1947 die letzte Elbbadeanstalt schloss, ist der Fluss zwar Postkartenmotiv und Naherholungsraum, aber kein Badeort mehr. Nun liegt ein Entwurf vor, der das Sehnsuchtsbild in etwas Konkretes übersetzen will: ein Badeschiff.
Entwickelt haben ihn die Architekten Patrick Hesse und Vincent Rasser vom Dresdner Büro NEOFORM Architektur - und zwar bewusst ohne Auftraggeber, als Studie aus dem hauseigenen „Labor". Es gehe nicht darum, ein fertiges Projekt zu „bewerben", betonen die beiden, sondern eine Debatte anzustoßen und zu zeigen, welches Potenzial in der Idee stecke. Eine unbeauftragte Denkfigur also - aber eine mit Plan.



