Ein lang ersehnter Traum könnte bald Wirklichkeit werden. Am südlichen Leubener Kiessee soll eine offizielle Badestelle entstehen. Am südlichen Leubener Kiessee soll erstmals eine offizielle Badestelle entstehen. Eine aktuelle Machbarkeitsstudie zeigt, dass Baden dort künftig möglich wäre – ohne Natur, Hochwasserschutz oder Sicherheit zu gefährden. Für den Dresdner Südosten wäre das eine echte Zeitenwende. "Heute ist soetwas wie ein Glückstag", leitete Leubens Stadtbezirksamtsleiter, Jörg Lämmerhirt, am Montag die Vorstellung der Studie ein.
Was konkret geplant ist
Der Badebereich entsteht am Ostufer des Südsees. Das sei bereits bei der Renaturierung nach dem Ende des Kiesbaus in Leuben so angelegt worden, sagte Martin Riedel von der örtlichen Wakeboardanlage. Ein flach auslaufender Sandstrand soll zum Verweilen einladen, Bojenketten den Schwimmerbereich klar abgrenzen. Nichtschwimmer erhalten demnach einen eigenen, sicheren Bereich. Übersichtliche Schilder informieren über Regeln und Risiken. Barrierefreie Zugänge sind ausdrücklich eingeplant. Fahrradabstellmöglichkeiten und Sitzgelegenheiten ergänzen das Angebot. Dauerhafte Hochbauten oder große Versiegelungen sind nicht vorgesehen. Alle Maßnahmen sind hochwasserangepasst und naturverträglich. Die alten Trampelpfade am Nordufer und in der künftigen Naturschutz-Tabuzone sollen sollen zurückgebaut und durch Bepflanzungen dauerhaft unzugänglich gemacht werden.
Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf rund 470.000 Euro. Der größte Anteil – knapp 63 Prozent – fließt in Landschafts- und Naturschutzmaßnahmen. Dazu gehören Schilfpflanzungen, Weidengehölze und die Sicherung der Uferböschungen. Rund 69.000 Euro fallen jährlich als Betriebskosten für die Zeit zwischen Mitte Mai und Mitte September an. Nach Fertigstellung übernimmt der Eigenbetrieb Sportstätten Dresden den dauerhaften Betrieb.