Dresden. Es ist 2:58 Uhr, die Stadt schläft, die Elbe zieht ruhig unter der Carolabrücke hindurch. Dann gibt der Beton nach. Mit einem Krachen sackt ein ganzer Brückenzug in die Tiefe - Zug C, mitten in Dresden. Dass zu dieser Stunde kein Mensch auf dem Bauwerk unterwegs ist, grenzt an Glück. Verletzt wird niemand.
Fast zwei Jahre später zieht die Staatsanwaltschaft Dresden einen Schlussstrich: Sie stellt ihre Ermittlungen ein. Geprüft hatte die Behörde vor allem den Tatbestand der Baugefährdung - die Frage also, ob jemand fahrlässig mit der Standsicherheit umgegangen war. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: keine Anhaltspunkte für eine Straftat.