Sechs Verletzte, dann stockt der Strom: Straßenbahn-Unfall legt in Dresden gleich drei Linien lahm
Dresden. Kurz nach zehn Uhr kracht es am Freitagvormittag am Haltepunkt Freiberger Straße in der Wilsdruffer Vorstadt: Eine Straßenbahn und ein Lkw stoßen zusammen, die Wucht drückt die Bahn aus den Schienen. Wenig später rückt die Feuerwehr mit einem Großaufgebot an, die Rosenstraße wird voll gesperrt.
Sechs Verletzte - Feuerwehr löst MANV-Voralarm aus
Sechs Menschen werden nach Angaben der Feuerwehr verletzt und noch an der Unfallstelle versorgt. Weil zunächst offen ist, wie viele Patientinnen und Patienten am Ende zu behandeln sind, löst die Feuerwehr einen MANV-Voralarm aus - die Vorstufe für einen Massenanfall von Verletzten. So stellen sich die Krankenhäuser frühzeitig auf mehr Zugänge ein.
Kollision kappt den Fahrstrom - jetzt sind drei Linien betroffen
Der Zusammenstoß bleibt nicht folgenlos für den Nahverkehr - und weitet sich sogar aus. Weil der Unfall kurzzeitig den Fahrstrom unterbricht, muss neben den Linien 7 und 10 nun auch die Linie 12 ausweichen. Die 7 fährt in beiden Richtungen zwischen Tharandter Straße und Theaterplatz über Bahnhof Mitte und Postplatz, die 12 zwischen Tharandter Straße und Postplatz, die 10 zwischen Gret-Palucca-Straße und Bahnhof Mitte. Halte wie der Hauptbahnhof, die Budapester Straße und der S-Bahnhof Freiberger Straße fallen dabei reihenweise weg.
Straßenbahn muss wieder eingegleist werden
Bis die Bahn zurück ins Gleis kommt, dauerte es Stunden: Spezialkräfte der Feuerwehr für Straßenbahnhilfeleistung stimmten das Vorgehen eng mit den Dresdner Verkehrsbetrieben ab. Kurz nach 16 Uhr waren die Aufräumarbeiten beendet und die Umleitungen konnten aufgehoben werden.
Wie es zu dem Unfall kam, ist noch offen - das muss nun die Polizei klären.