Dresden. Wer sich ehrenamtlich engagiert, bekommt in Sachsen als Dankeschön die Ehrenamtskarte - gut fürs Portemonnaie, aber eben eine weitere Plastikkarte darin. Künftig soll sie stattdessen im Smartphone stecken. Dresden übernimmt dafür eine Rolle, die sonst keine andere Kommune in Deutschland innehat: Die Stadt testet als Erste, wie sich ein kommunaler Nachweis in die neue digitale Brieftasche der EU einfügt.
Möglich macht das eine Absichtserklärung, die gleich vier Partner unterzeichnet haben: die federführende Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, das sächsische Sozialministerium, die Landeshauptstadt Dresden und der IT-Dienstleister nextgov iT. Gemeinsam erproben sie, wie die Ehrenamtskarte in der sogenannten EUDI-Wallet ausgestellt und genutzt werden kann - der digitalen Brieftasche, die künftig EU-weit Ausweise und Nachweise sicher aufs Handy bringt. Bis Ende 2026 muss jeder EU-Staat eine solche Wallet bereitstellen.