Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Dresden News

Digitale Revolution fürs Handy: Warum ganz Deutschland jetzt auf Dresden blickt

Eine junge Frau mit langen blonden Haaren im beigen Mantel schaut konzentriert auf ihr Smartphone. In der anderen Hand hält sie eine Plastikkarte. Im Hintergrund sind unscharf grüne Pflanzen im Freien zu sehen.
Plastikkarte adé. Dresden testet als erste deutsche Kommune, wie die Ehrenamtskarte künftig digital auf dem Smartphone in der EUDI-Wallet hinterlegt und EU-weit genutzt werden kann. Symbolfoto: Magnific/garetsvisual
Von: Dresden News
Ein Kärtchen weniger im Geldbeutel, ein Schritt weiter in die digitale Verwaltung: In Dresden soll die Ehrenamtskarte künftig aufs Smartphone wandern. Was hier getestet wird, könnte bald in ganz Deutschland Alltag werden.

Dresden. Wer sich ehrenamtlich engagiert, bekommt in Sachsen als Dankeschön die Ehrenamtskarte - gut fürs Portemonnaie, aber eben eine weitere Plastikkarte darin. Künftig soll sie stattdessen im Smartphone stecken. Dresden übernimmt dafür eine Rolle, die sonst keine andere Kommune in Deutschland innehat: Die Stadt testet als Erste, wie sich ein kommunaler Nachweis in die neue digitale Brieftasche der EU einfügt.

Möglich macht das eine Absichtserklärung, die gleich vier Partner unterzeichnet haben: die federführende Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen, das sächsische Sozialministerium, die Landeshauptstadt Dresden und der IT-Dienstleister nextgov iT. Gemeinsam erproben sie, wie die Ehrenamtskarte in der sogenannten EUDI-Wallet ausgestellt und genutzt werden kann - der digitalen Brieftasche, die künftig EU-weit Ausweise und Nachweise sicher aufs Handy bringt. Bis Ende 2026 muss jeder EU-Staat eine solche Wallet bereitstellen.

Mehr aus dieser Kategorie

Was Bürgerinnen und Bürger davon haben

Der Gewinn im Alltag ist greifbar: Statt zwischen Ausweis, Karten und Nachweisen zu jonglieren, sollen Bürgerinnen und Bürger ihre Papiere gebündelt in einer einzigen App dabeihaben - die Ehrenamtskarte inklusive. Angemeldet wird man dabei über die bekannte BundID.

Für Digitalbürgermeister Jan Pratzka ist das mehr als ein technisches Detail. Die Ehrenamtskarte in der elektronischen Brieftasche markiere den Auftakt der EUDI-Wallet in Deutschland, so Pratzka - und Dresden sei Vorreiter einer Technologie, die anschließend bundesweit zum Einsatz kommen solle. Die hier begonnene Zusammenarbeit über alle Verwaltungsebenen hinweg sei zugleich ein Startpunkt für eine effizientere Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

Das Vorhaben knüpft an ein bestehendes Dresdner Pilotprojekt zur EUDI-Wallet an. Das Praktische daran: Was Dresden hier einmal entwickelt, können später alle Kommunen bundesweit übernehmen - ein Modell, das zeigen soll, wie kommunale Leistungen künftig digital funktionieren.

Dresden News
Artikel von

Dresden News

Dresden News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.