Das sind die 4 Entwürfe für Dresdens neue Carolabrücke
Dresden. Die vier beauftragten Planungsbüros haben am Dienstag, 26. Mai, ihre Entwürfe für die neue Carolabrücke eingereicht und erstmals dem Begleitgremium vorgestellt, wie die Stadt Dresden mitteilte. Damit gehe der Wiederaufbau der im September 2024 teilweise eingestürzten Elbquerung in die nächste Phase. Je Entwurf wurden drei Visualisierungen eingereicht; sie sollten ab dem Nachmittag gegen 16 Uhr unter dresden.de/carolabruecke einsehbar sein, die zugehörigen Videos ab Mittwoch.



Auffällig ist, dass alle vier Büros das Motiv der Bogenbrücke aufgreifen und die Brücke bewusst niedrig halten, um die Blickachsen auf die Altstadtsilhouette zu wahren. Die Arbeitsgemeinschaft FHECOR und TSSB will mit ihrer „Carolabrücke 3.0“ die Bögen der historischen Vorgängerin neu interpretieren. Das Büro Grassl übersetzt die sechs Bogenebenen der ersten Carolabrücke in eine semi-integrale Konstruktion und ergänzt sie um Aussichtsplätze, sogenannte Stadtbalkone.
Schüßler-Plan mit DKFS plant ein Bauwerk aus Spannbeton und Stahl mit flachen Bögen, Promenade und Elbbalkon. Leonhardt, Andrä und Partner mit Knight Architects setzen auf schlanke Bögen und einen der Altstadt zugewandten Promenadenweg, der Altstädter und Neustädter Elbraum verbinden soll.



Die heutige Sitzung diente nach Angaben der Stadt allein der Vorstellung; zulässig seien zunächst nur Verständnisfragen gewesen, eine Bewertung erfolge noch nicht. Die politische Debatte beginnt unterdessen bereits: Der Dresdner Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Löser hat am Dienstag eine Kleine Anfrage an die Staatsregierung eingereicht, um Spielräume für eine kostengünstigere und zugleich hochwertige Bauweise auszuloten.



Im nächsten Schritt prüfen die Fachämter die Arbeiten, am Freitag, 5. Juni, tagt ein Gremium externer Fachleute. Über den Entwurf entscheidet der Stadtrat voraussichtlich am 3. September.



Öffentlich zu sehen sind die Entwürfe ab Sonnabend, 13. Juni, im Rahmen des „Offenen Rathauses“. Die Ausstellung in der AGORA des Stadtforums, Waisenhausstraße 14, läuft bis 17. Juli, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.