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Grüne wollen finanzielle Spielräume bei Carolabrücke per Anfrage klären

Weite, unbefestigte Fläche vor dem ehemaligen Brückenkopf der Carolabrücke in Dresden mit historischen Gebäuden im Hintergrund bei klarem Himmel.
Planung vor der Entscheidung: Blick auf den Brückenkopf der Carolabrücke. Angesichts hoher Baukosten für mehrere Brückenprojekte in Dresden lotet die Politik derzeit Möglichkeiten für eine wirtschaftlichere und gestalterisch überzeugende Brückenlösung aus. Foto: CdH
Von: Cornelius de Haas
Während Dresden auf die ersten Brücken-Entwürfe blickt, richtet ein Grünen-Politiker den Blick auf die Kosten. Seine Anfrage an die Staatsregierung soll klären, wo sich beim Neubau noch sparen lässt - ohne die Gestaltung zu opfern.

Dresden. Parallel zur Vorstellung der Entwürfe für die neue Carolabrücke hat der Grünen-Abgeordnete Thomas Löser am Dienstag eine Kleine Anfrage an die Sächsische Staatsregierung eingereicht, wie die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mitteilte. Der Stadtentwicklungssprecher und Dresdner Wahlkreisabgeordnete wolle damit ausloten, welche Spielräume für eine wirtschaftlichere und zugleich gestalterisch überzeugende Brückenlösung bestünden.

Hintergrund seien die finanziellen Belastungen der Stadt durch gleich mehrere anstehende Brückenneubauten. Neben der Carolabrücke müssten die Nossener und perspektivisch auch die Budapester Brücke erneuert werden, erklärte Löser. Deshalb sei zu klären, mit welchen technischen und rechtlichen Mitteln sich die Baukosten der Carolabrücke senken ließen.

Konkret thematisiert die Anfrage die Möglichkeit zusätzlicher oder leicht versetzter Pfeiler, geringerer Spannweiten sowie Anpassungen am Lichtraumprofil der Brücke. Zudem werde gefragt, ob der Freistaat die Stadt beim Neubau der Carola- und der Budapester Brücke finanziell unterstützen könne.

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Löser betonte, Dresden brauche eine Brücke, die funktional, architektonisch überzeugend und finanzierbar zugleich sei. Vorhandene Spielräume sollten sorgfältig geprüft werden, bevor Entscheidungen unumkehrbar seien. Wenn bessere Lösungen möglich seien, ohne Sicherheit oder Schifffahrt unverhältnismäßig einzuschränken, müsse man diese Optionen ernsthaft prüfen.

Die neue Carolabrücke wird das Dresdner Stadtbild über Jahrzehnte prägen. Über den Entwurf entscheidet der Stadtrat voraussichtlich am 3. September.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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