Dresden. Um 15 Uhr sollte es kurz und einmal heulen - doch viele Dresdnerinnen und Dresdner hörten die Sirenen am Mittwoch mehrfach und über einen längeren Zeitraum. Ein Zufall war das nicht. Beim planmäßigen Probealarm des Warnsystems trat ein technischer Fehler auf, der zum Zeitpunkt der Auslösung nicht erkennbar war. Normalerweise werden alle Sirenen im Stadtgebiet zeitgleich angesteuert, damit das Signal nahezu überall gleichzeitig ertönt. Dieses gleichzeitige Auslösen aller Anlagen gelang diesmal nicht.
Statt auszufallen, schaltete das System automatisch in sein vorgesehenes Ausfallszenario: Es steuerte die Sirenen nacheinander einzeln an. Genau dafür ist dieser Notmodus gedacht - er stellt sicher, dass die Bevölkerung auch dann gewarnt wird, wenn die gleichzeitige Auslösung technisch scheitert. Die Folge des zeitversetzten Betriebs war allerdings, dass das Signal in vielen Vierteln mehrfach und länger als sonst zu hören war.