Dresden. Die Brücke Budapester Straße steht unter genauer Beobachtung – und der Befund ist ernster als zunächst angenommen. Ohne die geplanten Notabstützungen werde das Bauwerk im geschädigten Bereich über den Stützen B und C einstürzen. Das sagte Steffen Marx am Donnerstag, 21. Mai, auf einer Pressekonferenz der Landeshauptstadt Dresden. Der Professor für Massivbau an der TU Dresden hat das Bauwerk mit seinem Büro MKP untersucht. Allein bei der Bauwerksöffnung zur Probenentnahme seien 40 Drähte spontan gerissen.
Akut tragfähig ist die Brücke weiterhin: Für das Eigengewicht und für Temperatureinflüsse bestehe derzeit noch ausreichende Sicherheit, so Marx. Die Drahtbrüche traten vor allem über den Stützen auf - einem Bereich, der nur schwer zugänglich ist. Geholfen habe ein akustisches Monitoring, das die verdächtigen Stellen für die Proben aufspürte. Die auffälligen Geräusche hätten sich später klar Drahtbrüchen zuordnen lassen.