Gummistiefelweitwurf & Eishockey: Das bunte Sportfest in Dresden-Pieschen
Dresden. Der Auftritt des Dresdner Eishockeyclubs war kurzfristig organisiert. Mit einem kleinen aufblasbaren Feld und Torschussübungen zogen die Eislöwen Jungen und Mädchen gleichermaßen in ihren Bann.
Insgesamt sieben Stationen gab es: Fußball, Sackhüpfen, Eislöwen, Hobby Horsing, Beats und Kinder-Yoga vom SV Motor Mickten, die Sport-Bar der Erzieherinnen und Erzieher mit selbstgemachten Riegeln - und den Gummistiefelweitwurf, seit Jahren fester Bestandteil auf ausdrücklichen Wunsch der Kinder. Eine Stempelkarte führte die Kinder von Station zu Station.
An jedem Stand standen je eine Erzieherin oder ein Erzieher beider Einrichtungen bereit, damit für die Kinder immer ein vertrautes Gesicht in der Nähe war, so Einrichtungsleiterin Katja Wild. Die beiden Kitas sind seit 2014 in Betrieb, stehen unter gemeinsamer Leitung und teilen sich ein Außengelände. Platz ist dort für bis zu 245 Kinder: 114 in der Concordia, 131 in der PiMo. DresdenDresden
SV Motor Mickten: mehr als ein Gast
Beim SV Motor Mickten sind einige Erzieherinnen und Erzieher auch als Übungsleiter tätig. In den Sommerferien besuchen die Kinder den Verein deshalb mindestens einmal pro Woche. Das Sportfest selbst ist seit 2024 eine eigenständige Veranstaltung; vorher gehörte es zum Kindertag-Fest.
Einen Tag vor dem Sportfest wurde der neue Fußballplatz auf dem Gelände übergeben, errichtet von der Jugendarbeit Dresden. Wild zufolge nutzen ihn Jungen und Mädchen gleichermaßen. Die benachbarte 8. Grundschule verlegt ihren Sportunterricht in dieser Zeit in die Halle, damit die Vorschulkinder auf den Platz können.
Bereits im Vor-Vorschuljahr besuchen die Kinder die Schule regelmäßig, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Beim diesjährigen Sozialen Tag des Pieschener Schulcampus schauen sich alle Kinder – von den Krippenkindern bis zu den Vorschülern – erstmals gemeinsam eine Aufführung des Traumzauberbaums in der Schul-Aula an.
Pieschen hält sich - noch
Während andere Dresdner Stadtteile Rückgänge bei den Anmeldezahlen verzeichnen, ist Pieschen bislang stabil geblieben, sagte ein Vertreter des Eigenbetriebs Kindertageseinrichtungen Dresden. Als Grund nannte er neue Wohngebiete wie die Hafencity und die Bebauung an der Sternstraße, die junge Familien in den Stadtteil ziehen. Einen Trend beobachtet der Eigenbetrieb dennoch: Familien mit einem dritten Kind zögen wegen des Angebots und der Preise häufig ins Umland.