Achtung Pendler: Brücke Budapester Straße ab heute Nadelöhr
Dresden. Seit heute, Donnerstag, 14. Mai, ist die Fahrspur stadtauswärts auf der Brücke Budapester Straße zwischen der Kreuzung Josephinenstraße und der Brückenrampe zur Ammonstraße gesperrt, wie die Landeshauptstadt Dresden mitteilte. Stadteinwärts bleibt die Brücke über die Bahnanlagen von DB und DVB weiterhin befahrbar. Der Verkehr wird kleinräumig umgeleitet.

Auch die Buslinie 62 der DVB fährt eine Umleitung. Die Haltestelle Josephinenstraße in Richtung Plauen entfällt - Fahrgäste sollen auf die Haltestelle Prager Straße ausweichen. Für Fuß- und Radverkehr gibt es keine Einschränkungen.
Schäden am Spannstahl entdeckt
Der Grund: Bei laufenden Bauwerksuntersuchungen wurden an zwei Stellen im Bereich zwischen Ammonstraße und dem innerstädtischen Brückenende Schäden am Spannstahl festgestellt - konkret das typische Schadensbild eines versprödeten Spannstahls. Bereits ab dem 8. Mai war der Verkehr deshalb auf je eine Fahrspur pro Richtung reduziert worden, begleitet von einer Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen.
Ziel der nun beginnenden Maßnahme ist eine dauerhafte Verstärkung der Brücke, die ihren Betrieb für weitere zehn Jahre sicherstellen soll.
Die Brücke steht seit dem Teileinsturz der Carolabrücke im September 2024 unter besonderer Beobachtung. Unmittelbar nach diesem Unglück hatte die Stadt eine Sonderprüfung veranlasst und die messtechnische Überwachung ausgeweitet – darunter die Installation eines akustischen Überwachungssystems. Heute erfassen 122 Schallemissionssensoren sowie rund 850 Meter faseroptische Sensorik das Bauwerk. Das Schallemissionsmonitoring wird während der gesamten Sicherungsarbeiten fortgeführt. Umwelt-Online
Der Großteil der Brücke, einschließlich des Abschnitts über die DB-Bahnanlagen, sei laut Stadtverwaltung unauffällig.