Die Zukunft der Elbquerung: So können Sie über die neue Carolabrücke mitbestimmen
Dresden. Am Dienstag wird es ernst. Bis 9 Uhr müssten die vier beauftragten Planungsbüros ihre Entwürfe für die neue Carolabrücke abgegeben haben, eine Stunde später beginnt die Präsentation vor dem Begleitgremium. Wer seine Ideen zuerst zeigen darf, klärt ein Würfel, sagte Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr, bei der Vorstellung der weiteren Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in der abgelaufenen Woche. Am selben 26. Mai stellt die Stadt unter dresden.de/carolabruecke zu jedem Entwurf Visualisierungen und eine kurze Erläuterung online.
Enger Zeitplan: Baustart 2028 geplant
Dahinter steht ein Zeitplan, der kaum Luft lässt. Er sei eng, damit der Bau wie geplant im Mai 2028 beginnen könne, sagte Kühn. Der Austausch mit den beteiligten Akteuren verlaufe bisher sehr konstruktiv, deshalb sei er sehr zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten.
Fachexperten bewerten die Brückenentwürfe
Zunächst sind die Fachleute am Zug. Am Freitag, 5. Juni, nehmen Experten aus Stadtplanung, Architektur, Ingenieurwesen und Denkmalschutz die Entwürfe auseinander und benennen Stärken wie Schwachstellen. Ihr Urteil landet am Mittwoch, 10. Juni, im öffentlichen Teil des Bauausschusses.
Bürgerbeteiligung und carolaVOTE ab 13. Juni
Dann kommt die Stadt ins Spiel. Den Auftakt macht das Offene Rathaus am Sonnabend, 13. Juni, im Stadtforum. Dort starten zugleich die Ausstellung der vier Entwürfe und die Online-Umfrage carolaVOTE. Regulär zu sehen sind die Arbeiten in der AGORA, Waisenhausstraße 14, ab Montag, 15. Juni, bis 17. Juli, werktags von 8 bis 18 Uhr. Der Sonntag dazwischen fällt aus, da bleibt das Stadtforum zu.
Wer lieber vom Sofa aus mitredet, nutzt carolaVOTE bis 19. Juli. Die Umfrage sei nach dem Vorbild von MobiVote gebaut, so Kühn. Wer dort schon abgestimmt habe, werde sich schnell zurechtfinden.
Rundgänge und Brückencafés im Stadtforum
Wer Fragen hat, kommt vor Ort weiter. Neun geführte Rundgänge von 15 bis 18 Uhr und vier Brückencafés, mittwochs von 16 bis 18 Uhr ab dem 24. Juni, begleiten die Schau. Am 17. Juni stellen sich die Büros direkt den Fragen der Bürger. Das Format knüpft an den Dialog vom 18. März an, bei dem bereits hunderte Dresdner mit den Planern ins Gespräch kamen.
Stadtratsentscheidung am 3. September
Zuletzt entscheidet die Politik. Die Beteiligungsergebnisse folgen am 7. August, die Empfehlung des Begleitgremiums bis 18. August. Über den Siegerentwurf befinden die Stadträte am 3. September. Dass die Entscheidung an diesem Tag fällt und nicht vertagt wird, hält Kühn mit Blick auf die bisherige Gremienarbeit für wahrscheinlich. Dann soll feststehen, wie Dresden seine Lücke über der Elbe schließt.