Matthäus über RB-Coach: «Nur Ergebnisse retten» Demichelis
Vor dem Champions-League-Auftritt bei Real Madrid sieht Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus in Leipzigs Trainer Martín Demichelis einen Wackelkandidaten. «Jetzt können ihn eigentlich nur Ergebnisse retten», sagte der 65-Jährige bei «Bild». Nach dem 1:6 bei Bayern München geht Leipzig als klarer Außenseiter in das Duell mit den Königlichen am Abend (21.00 Uhr/DAZN). Unter Demichelis gelang RB weder in der Bundesliga noch in der Königsklasse ein Auswärtssieg. «Auswärts sind sie der Punktelieferant, und das sind nicht die Ansprüche, die Red Bull hat. Und Red Bull beobachtet das natürlich ganz genau», sagte Matthäus. «Wenn jetzt nicht die Ergebnisse stimmen, dann wird es ganz eng für Demichelis, den ich als Menschen schätze, der auch engagiert ist.» Der frühere Bayern-Profi Demichelis hatte in Leipzig von Beginn an einen schweren Stand. Im Sommer wurde erst der beliebte Trainer Ole Werner freigestellt, der die Sachsen auf Platz drei in der Liga und zurück in die Champions League geführt hatte. Dann drückte der frühere globale Fußball-Chef Jürgen Klopp seinen Kandidaten Demichelis durch, mit dem gerade in Leipzig nicht alle einverstanden waren. Dort hätte man lieber mit Werner weitergearbeitet. «Ich glaube, das war keine einheitliche Entscheidung. Deswegen ist mit Jürgen Klopp sein größter Fürsprecher jetzt nicht mehr an Bord», sagte Matthäus. Klopps Nachfolger Roger Schmidt hatte sich vor zwei Wochen erstmals mit Demichelis getroffen, danach folgten Siege gegen Frankfurt und Eindhoven. Schmidt betonte im «Aktuellen Sportstudio», dass man Konstanz auf der Trainerposition anstrebe. Im Umgang mit der Mannschaft ist die Sprachbarriere immer wieder ein Thema bei Demichelis. Der 45-Jährige spricht nur Spanisch und eingeschränkt Deutsch. Matthäus erinnerte sich an seine eigene Zeit als Trainer im Ausland. «Es ist ganz sicher kein Vorteil, dass man die Spieler nicht eins zu eins erreicht», sagte der Ex-Weltmeister. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenKein Schutz von Klopp
Sprachbarriere in der Kabine