Schmuck, Keramik, Glas und Textil: Rund 140 Künstler, Designer und Kunsthandwerker von mehreren Kontinenten verkaufen am Wochenende im Leipziger Grassi Museum ihre Arbeiten. Auf der Grassimesse (23. bis 25. Oktober) stehen renommierte Gestalter neben jungen Kunsthandwerkern und Hochschulabsolventen, wie das Museum mitteilte. Die Aussteller kommen aus Europa, Südamerika und Ostasien. Die Messe lädt zum Schauen, Informieren und Kaufen ein. Neue Gestaltungstrends stehen im Mittelpunkt: So präsentieren etwa junge Produktdesigner neue Materialkombinationen und Schuhdesigner stellen ihre neuesten Kollektionen vor. Es gibt Arbeiten aus verschiedensten Bereichen des Kunsthandwerks und des Designs. Auch hochwertige Unikate und Kleinserien stehen zum Verkauf. Zudem wurden acht Grassipreise vergeben - dotiert mit insgesamt 15.000 Euro sowie Sachpreisen. Die am höchsten dotierten Auszeichnungen gingen an zwei deutsche Künstlerinnen: Für ihre präzise gearbeitete Gebrauchskunst bekam die Silberschmiedin Beata Leonards den Grassipreis des Carl und Anneliese Goerdeler Stiftungsfonds - er ist mit 3.000 Euro dotiert. Den mit einem Sachpreis im Wert von 4.000 Euro verbundenen Gemma Grassipreis erhielt die Schmuckgestalterin Margit Jäschke aus Halle/Saale. Eine Fachjury wählte die Gewinner aus den 140 teilnehmenden Künstlern aus. Auf die Besucher warten 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und mehr als 80 Messestände, die über das Museumsgebäude verteilt sind. In diesem Jahr liegt ein besonderer Fokus auf ökologischen Fragestellungen, dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Zukunft von Materialien. Die Grassimesse ist schon über 100 Jahre alt: 1920 hatte der damalige Direktor des Kunstgewerbemuseums, Richard Graul, die eigene Verkaufsmesse gegründet. Sein Ziel war es, kommerzieller Massenware Paroli zu bieten. Die Messe findet jährlich statt und gilt laut Veranstaltern als eine der führenden internationalen Verkaufsmessen für angewandte Kunst und für Design in Europa. 2025 lockte sie knapp 8.700 Besucher an. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenDrei Tage Design und Kunsthandwerk
Preise vergeben
Fokus auf ökologischen Fragen