Erfurt-Leipzig bleibt ohne direkte Nahverkehrsverbindung
Auch nach dem Fahrplanwechsel bei der Bahn im Dezember wird es keine Wiederaufnahme der direkten Zugverbindung zwischen Erfurt und Leipzig im Nahverkehr geben. Trotz des Drängens von Thüringens Verkehrsminister Steffen Schütz (Thüringen.Gerecht) werden Reisende auf dieser Strecke weiterhin planmäßig in Naumburg umsteigen müssen, wie das Medienportal «Fokus Thüringen» unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtet. Das Ministerium bestätigte den Bericht. Bis zum vergangenen Dezember gab es jahrelang eine durchgehende Verbindung von Eisenach über Erfurt nach Leipzig. Seit dem damaligen Fahrplanwechsel müssen Reisende auf dieser Linie planmäßig in Naumburg in die S-Bahn steigen. Das hatte in der Vergangenheit zu zahlreichen Beschwerden von Fahrgästen geführt. Derzeit findet der Umstieg baustellenbedingt in Weißenfels statt. Die Regionalbahn 20 verkehrt nur noch zwischen Eisenach und Naumburg, weil der bisher zur Strecke gehörende Teil bis Leipzig ins Netz der S-Bahn Mitteldeutschland integriert wurde. Thüringens Verkehrsminister Schütz bekräftigte, dass aus seiner Sicht eine länderübergreifende Direktverbindung im Nahverkehr zwischen Erfurt, Weimar, Naumburg und Leipzig von großer Bedeutung für den Freistaat sei. «Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen», zitiert das Portal den Minister. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten