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Linke kritisiert Kretschmers Pläne für VW-Werk Zwickau

Linke kritisiert Kretschmers Pläne für VW-Werk Zwickau
Nach bisherigen Planungen soll die Fahrzeugproduktion im VW-Werk Zwickau dort 2031 auslaufen. (Archivbild) / Foto: Jan Woitas/dpa
From: Sachsen News
Für das VW-Werk in Zwickau ist die Zukunft ungewiss. Ministerpräsident Kretschmers Plan B kommt nicht bei allen Parteien gut an. Die Linke hält seine Pläne für unzureichend.

Wie lässt sich das VW-Werk in Zwickau retten? Mit dieser Frage hat sich der Landtag auf Antrag der Linken befasst. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nutzte die Debatte, um erneut für seinen Vorschlag einer eigenständigen Gesellschaft für den Standort zu werben. 

Ziel sei es, den Standort wettbewerbsfähiger aufzustellen und langfristig zu sichern. «Schweigen, meine Damen und Herren, ist der Tod auf Raten für Zwickau/Mosel», sagte er. Sachsen müsse eigene Vorschläge machen und den Konzern zu Gesprächen über die Zukunft des Werks bewegen.

«Kümmern ist immerhin noch kein Konzept»

Die Linke hatten die Debatte unter das Motto «Lohnkürzung ist keine Lösung - die sächsischen VW-Werke mit den Beschäftigten retten, nicht gegen sie, Herr Kretschmer!» gestellt. Linken-Politikerin Susanne Schaper begrüßte zwar, dass sich Kretschmer um die Zukunft des Werks kümmere. Kümmern sei noch kein Konzept, sagte sie. Es reiche nicht, «sich in die Staatskanzlei zu setzen und den Leuten die Samstage wegzuplanen». Kretschmer müsse mit den Beschäftigten sprechen, nicht gegen sie.

Nach bisherigen Planungen von VW soll die Fahrzeugproduktion in Zwickau 2031 auslaufen. Um das zu verhindern, hatte Kretschmer neben der Gründung einer Autounion Sachsen GmbH ein neues Arbeitszeitmodell und einen innovativen Tarifvertrag vorgeschlagen. Kretschmer möchte sich zeitnah mit Gewerkschaft und Betriebsrat treffen, um für seine Pläne zu werben.

Durchdachtes Konzept nötig

Der BSW-Abgeordnete Bernd Rudolph forderte zunächst einen Nachweis, welchen wirtschaftlichen Nutzen längere Arbeitszeiten und niedrigere Löhne hätten. Eine neue Gesellschaft könne eine Chance sein, brauche aber ein tragfähiges Geschäftsmodell, Investoren, konkrete Produkte und Aufträge. Zugeständnisse bei Gehältern und Arbeitszeiten seien allenfalls im Rahmen eines durchdachten Konzepts und in Verbindung mit weitreichenden Beschäftigungsgarantien denkbar.

Kay Ritter von der CDU betonte, dass das Management Verantwortung übernehmen und Volkswagen sich zum Standort bekennen müsse. Zugleich dürften die Interessen der Beschäftigten und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit nicht gegeneinander ausgespielt werden. «Ohne gute Fachkräfte gibt es keine gute Produktion. Ohne Investitionen gibt es keine sichere Beschäftigung.»

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