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Leipzigs Gruda stolz auf Klopp-Anruf - Raum mit Kampfansage

Leipzigs Gruda stolz auf Klopp-Anruf - Raum mit Kampfansage
Brajan Gruda von RB Leipzig war der überragende Spieler beim 5:2 gegen Augsburg. / Foto: Jan Woitas/dpa
Der eine RB-Profi wird eingeladen, der andere ausgeladen. Beim 5:2 gegen Augsburg setzen beide Leipziger ein Ausrufezeichen. Die Heimserie der Sachsen hält weiter an.

Nach einem verpassten Anruf von Jürgen Klopp kam es dann doch noch zum Einladungsgespräch mit Brajan Gruda. Der Offensivakteur versprühte beim 5:2-Sieg der Leipziger gegen den FC Augsburg enorme Spielfreude. «Es kann schon ein Push sein, ich freue mich, dabei zu sein, das kann schon Energie geben», meinte der 22-jährige Gruda, der nach der Führung der Fuggerstädter «gefühlt alleine das Spiel dreht. Das müssen wir besser verteidigen als Mannschaft», meinte Augsburgs Kapitän Jeffrey Gouweleeuw. 

Gruda, der im September bei seiner ersten DFB-Nominierung wegen einer Bauchmuskelzerrung absagen musste, legte nach einem Dribbling im FCA-Strafraum perfekt für Ezechiel Banzuzi auf, der flach aus 20 Metern zum Ausgleich traf. Wenig später nahm Christopher Nkunku einen gefühlvollen Heber von Gruda volley zum 2:1 - RB drehte dank Gruda das Spiel in zwei Minuten. «Jeder hat gesehen, was Brajan für eine Leistung gebracht hat, er muss cool bleiben, hart arbeiten», sagte Trainer Martín Demichelis. 

Gruda: «Das Dribbling einfach im Blut»

«Man of the Match» Gruda meinte, er habe gespielt wie immer. «Heute ist mir viel gelungen. Das Dribbling habe ich glaube ich einfach im Blut. Ich hatte mega Spaß auf dem Platz. Auch die Mannschaft hatte Bock», sagte der im rheinland-pfälzischen Speyer geborene Offensivspieler, dessen Vater Bujar einst mit dem albanischen Club KS Vllaznia Shkodra im Europapokal spielte. 

Der von Brighton & Hove Albion an RB ausgeliehene Gruda hat auch die albanische Staatsbürgerschaft, entschied sich aber schon früh für die DFB-Laufbahn und glänzte auch schon von der U15 bis zur U21-Auswahl. Nun steht er vor seinem A-Debüt. «Es bedeutet mir und meiner Familie sehr viel, dass ich bei der Nationalelf dabei bin. Ich freue mich sehr darüber. Ich will dort eine gute Leistung zeigen.» 

Rückenwind bekommt er von RB-Kapitän Raum. «Brajan hat gezeigt, warum er völlig zu Recht nominiert wurde. So wie er im Moment spielt, hat er sich das verdient», sagte Raum. 

Raums Kampfansage an Klopp

Seine eigene Ausladung von Klopp konterte der Linksverteidiger mit einer Kampfansage. «Der Bundestrainer hat mich angerufen und hat mir seine Entscheidung erklärt. Die respektiere ich», sagte Raum und fügte an: «Ich habe ihm gesagt, dass ich mit Leistung antworten werde, damit er beim nächsten Mal nicht an mir vorbeikommt. Ich habe ihm alles Gute gewünscht, denn wir wollen alle eine Nationalelf haben, auf die ganz Deutschland stolz sein kann.» Passend dazu verwandelte er einen direkten Freistoß direkt in den Winkel zum 3:1. Doch es sind nicht Raums Offensivqualitäten, die infrage gestellt werden, eher sein Abwehrverhalten oder die Fähigkeiten im Aufbauspiel. 

Dank des 5:2-Erfolgs hält Leipzigs Heimserie mit nun fünf Bundesliga-Siegen in Serie bei nun 23:2 Toren, da Romulo und der eingewechselte Christoph Baumgartner (66.) weiter vor 38.292 Zuschauern erhöhten. Da war auch der Patzer von Jubilar Willi Orban, der sein 400. Pflichtspiel für RB absolvierte, zu verschmerzen. Nach 40 Sekunden landete sein Kopfball am Körper von Arijon Ibrahimovic, dessen Flachschuss konnte Maarten Vandevoordt noch parieren - den Nachschuss von Kade jedoch nicht. Es war der erste Gegentreffer daheim für Leipzig in der Liga nach zuletzt 18:0 Toren. «Es war ein sehr schöner Moment, von den Fans gefeiert zu werden. 400 Spiele sind eine Hausnummer. Ich bin sehr stolz auf diese Marke. Da waren viele schöne Schlachten dabei», sagte Orban.

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