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Ratenzahlung bei Kreditkarten – Augen auf bei der Kartenwahl

Bild: Beim Einkauf komfortabel und einfach mit Kreditkarte bezahlen. KI-generiert mit Google Gemini
Bild: Beim Einkauf komfortabel und einfach mit Kreditkarte bezahlen. KI-generiert mit Google Gemini

Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher sind Kreditkarten schon lange ein fester Bestandteil, wenn es um den Zahlungsalltag geht. Solche Kreditkarten bieten die Möglichkeit, im In- und Ausland komfortabel bargeldlos zu zahlen, und vereinfachen auch die immer beliebteren Online-Einkäufe. Neben den klassischen Kreditkarten mit einer monatlichen Abrechnung gibt es mittlerweile auch immer mehr Kreditkarten mit Teilzahlungsfunktionen und Ratenfunktionen. Allerdings können solche Optionen auch Risiken mit sich bringen, die man auf keinen Fall unterschätzen sollte.

Auf den ersten Blick erscheinen solche Kreditarten äußerst bequem, können aber langfristig teuer werden. Wer auf der Suche nach einer neuen oder zusätzlichen Kreditkarte ist, sollte deshalb neben den Akzeptanzstellen und verschiedenen Bonusprogrammen unbedingt auch immer die Kosten bei Kreditkarten mit einer Ratenfunktion im Blick haben.

Teilzahlung per Kreditkarte: Bequem, kann aber teuer werden

Jetzt kaufen, später bezahlen. Das Motto von Klarna, PayPal und Co. lässt sich auch mit Kreditkarten umsetzen, die Teilzahlung des ausstehenden Saldos ermöglichen. Doch was kostet die Inanspruchnahme der Kreditlinie in der Praxis? Wir haben uns dazu des Vergleichs von Kreditkarten mit Ratenzahlung des Portals Kreditkarte.net bedient, der den minimalen, durchschnittlichen und maximalen Sollzins aller verglichenen Karten ausgibt. Laut diesem liegen die Sollzinsen aktuell durchschnittlich bei 18,61 Prozent pro Jahr mit einer Bandbreite von 13,45 bis 24,60 Prozent pro Jahr. Vergleicht man das mit aktuellen Kreditzinsen von um die sieben Prozent pro Jahr, wird schnell deutlich, wie teuer der Kreditkartenkredit werden kann. Schon bei nur durchschnittlich 1.000 EUR in Anspruch genommener Kreditlinie pro Jahr wären wir bei 134,5 bis 246 EUR Zinslast – dem doppelten bis dreifachen dessen, was bei Privatkrediten üblich ist. Und so wundert es dann auch nicht, dass die Zinslast bei Kreditkartenkrediten in den letzten zehn Jahren um 100,6 Prozent auf zuletzt 104,12 Millionen Euro im November 2025 gestiegen ist.

Warum wirken Teilzahlungen per Kreditkarte so attraktiv?

Man kann die Beliebtheit von Ratenzahlungen auch psychologisch erklären. Schließlich wirken kleine monatliche Beträge deutlich überschaubarer und weniger belastend für den Geldbeutel als eine große Einmalzahlung. Hinzu kommt noch, dass Kreditkartenraten häufig automatisch eingestellt sind und sich dadurch für Nutzerinnen und Nutzer ohne zusätzlichen Aufwand beispielsweise auch für die Erfüllung von Konsumwünschen in den verschiedensten Bereichen.

Außerdem entfällt bei einer Ratenzahlung per Kredit im Vergleich zu klassischen Ratenkrediten häufig ein formeller Antrag. Die Kreditlinie ist bei einer solchen Kreditkarte mit Ratenfunktion bereits eingebaut und kann bei Bedarf einfach genutzt werden. Durch diese deutlich niedrigere Hemmschwelle kann es allerdings passieren, dass die Kosten für das geliehene Geld aus dem Blickfeld geraten. Das sollte allerdings nicht passieren, weil die Kosten für die Inanspruchnahme eines solchen Kreditrahmens bei Kreditkarten sehr unterschiedlich ausfallen können. Deshalb ist es ratsam, solche Kreditkarten, wie bereits früher in diesem Artikel angesprochen, genau zu vergleichen und unter anderem auf ein möglichst langes zinsfreies Zahlungsziel und davon abgesehen einen niedrigen Sollzins zu achten.  

Kreditkartenkredit vs. Ratenkredit

Klassische Konsumentenkredite haben normalerweise feste Laufzeiten, niedrigere Zinssätze und transparente Rückzahlungspläne. Bei Kreditkarten mit einer Teilzahlungsfunktion ist dagegen häufig nur eine Tilgung von wenigen Prozent bezogen auf den offenen Betrag. Dadurch kann es passieren, dass man den genutzten Kreditbetrag nur langsam abbauen kann. Entsprechend kann es bei einem solchen Kreditkartenkredit zu langfristigen Belastungen kommen, die man im Alltag zunächst unterschätzt. Aus diesen Gründen gilt es, bei der Kreditkartenauswahl immer alles im Blick zu haben.

Worauf sollten Verbraucher bei der Kartenwahl achten?

Grundsätzlich passt längst nicht jede Kreditkarte zum jeweiligen Nutzungsverhalten. Wenn man eine Kreditkarte weitestgehend als Zahlungsmittel einsetzen will, dann kann man bei einem monatlichen Ausgleich von hoher Flexibilität ohne Zinsaufwand profitieren. Genauer hinschauen sollte man auf jeden Fall, wenn die Teilzahlungsfunktion voreingestellt ist oder man diese regelmäßig nutzen will.

Aber auch wenn man eine Kreditkarte bewusst mit Ratenzahlungsfunktion nutzen will, dann gibt es durchaus interessante Karten, die im Vergleich zu Konkurrenzprodukten mit deutlich besseren Konditionen und Bedingungen überzeugen können. Wichtig sind an dieser Stelle bereits bei der Auswahl und vor der Entscheidung transparente Informationen, um die Angebote richtig einschätzen zu können.

Überschuldung als schleichendes Risiko nicht unterschätzen

Eine Gefahr von schleichender Überschuldung kann nach Einschätzung von verschiedenen Verbraucherorganisationen auch bei Kreditkarten mit Ratenzahlungsfunktion drohen. Trotzdem können solche revolvierenden Kreditkarten eine interessante Möglichkeit sein, wenn man diese mit Bedacht und Weitblick nutzt und man die eigenen finanziellen Möglichkeiten richtig einschätzen kann.