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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Es gibt auch Radionuklide, die neu gebildet werden

Clemens Walther
Clemens Walther

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Herr Prof. Dr. Clemens Walther ist ein Physiker und Radiochemiker und seit 2012 arbeitet er als Leiter des Instituts für Radioökologie und Strahlenschutz an der Leibniz Universität Hannover.

nachbarland-cz.de: Herr Walther, wie beteiligt sich die Radioökologie und Strahlenschutz in Hannover an der Tschernobyl-Problematik? 
   Clemens Walther: Seit vielen Jahren sind wir regelmäßig im Rahmen vieler Hilfsaktionen (anfangs) und Forschungsprojekte dort tätig. Zuletzt im Rahmen des Biovestra Projekts.
Was gibt es unter dem Sarkophag in Tschernobyl?
   Dort befindet sich der zerstörte Reaktor. Insbesondere der geschmolzene Kern (sogenanntes Corium) das den Hauptteil der Radioaktivität enthält.
Was war die Ursache für die Schädigung des ursprünglichen Sarkophags?
   Schlechte Bauweise sowie schnell gebaut. Es war nie auf eine lange Haltbarkeit ausgelegt, sondern eine Sofortmaßnahme.
Inwieweit war der Sarkophag geschädigt?
   Die Reaktor Hülle war 100% zerstört. Es kam zu einer Freisetzung von rund 10% der Aktivität.
Inwieweit ist der Sarkophag jetzt haltbar?
   Der Sarkophag ist inzwischen durch das New Safe Containment eingebettet. Deshalb spielt die Haltbarkeit des darunterliegenden 1986 eilig zusammengebauten Sarkophags keine Rolle mehr.
Warum wurde der alte Sarkophag nicht abgeräumt?
   Dann hätte man ja wieder den zerstörten Reaktorkern ohne Schutz in direkten Kontakt mit der Umwelt gebracht.
Was passiert mit dem alten Sarkophag künftig?
   Er wird unter dem NSC* rückgebaut.
   (* New Safe Confinement, Neuer Sicherer Einschluss)
Hat sich die Radioaktivität unter der Hülle seit dem Jahr 1986 vermindert, geblieben oder verstärkt?
   Sie ist abgeklungen. Die Leitnuklide sind eher „kurzlebig“ Z.B hat Caesium-137 hat eine Halbwertszeit (HWZ) von 30 Jahren. Diese Radioaktivität hat sich halbiert. Andere, wie das Cäsium-134 sind noch kurzlebiger (2 Jahre) das ist um ca. den Faktor 100.000 reduziert. Hingegen Plutonium-239 (HWZ 24.000 Jahre) ist nicht merklich zurückgegangen, macht aber nur einen kleineren Teil der Radioaktivität aus. Es gibt auch Radionuklide, die neu gebildet werden. So entsteht durch den Zerfall des Plutonium-241 (HWZ 14 Jahre), radioaktives Americium-241 (HWZ 430 Jahre).
Wie verhalten sich Plutonium (Pu) und Uran (U) in der Umwelt?
   Das hängt sehr von den Umweltbedingungen ab. Diese Elemente haben eine komplizierte Chemie, die vom sog. Oxidationszustand abhängt. Bei Sauerstoffzutritt bildet sich U (VI), das gut löslich und mobil ist.
   Bei Pu ist die dominierende Form Pu (IV), das unlöslich ist. Es kann aber an Schwebstoffen mobilisiert werden. Außerdem kann eine teilweise Oxidation zu Pu (V) erfolgen und das Pu mobilisieren – aber weniger stark als beim Uran. Dies alles gilt für Transport mit Wasser. Stäube können zusätzlich resuspensiert und über teils erhebliche Entfernungen transportiert werden (zuletzt nach Bränden).
Warum waren die drei anderen Reaktoren in Tschernobyl bis in das Jahr 2000 im Betrieb? 
   Zur Stromproduktion.
War es in Ordnung?
   Die zusätzliche von den Beschäftigten erhaltene Strahlendosis war als gering eingestuft worden.
Gab es keine Gefahr?
   Es gibt nie „keine Gefahr“. Das zusätzliche Risiko wurde als verhältnismäßig betrachtet.
Sind die drei anderen Reaktoren in Tschernobyl 100% sicher? 
   Sie sind abgeschaltet und werden rückgebaut.
Wird die Erde durch die Radioaktivität beziehungsweise durch die Isotopen jedes Jahr 1 cm tiefer kontaminiert?
   Ja, das Strontium-90 ist recht mobil. Es kann nachgewiesen werden. Jedoch bislang nicht in radiologisch relevanten Konzentrationen.
In der Nähe von Tschernobyl gibt es das Grundwasser. Deshalb wurde der Tunnel gebaut. Wie lange schützt er gegen Radioaktivität? 
   Das kann ich nicht sagen.
Wenn man in den Sarkophag rein theoretisch gehen würde, was würde passieren?
   Hängt davon ab wo. In der Nähe des Coriums ist die Dosisleistung mit etlichen Sv/h* sicherlich noch zu hoch, um sich dort mehr als einige Minuten aufhalten zu können, wenn überhaupt.
   (* Das Sievert ist eine Maßeinheit, die im Strahlenschutz vor ionisierender Strahlung verwendet wird. Ein Röntgen/Stunde ist die abgeleitete Einheit für die ionisierende Energiedosis. 100 Röntgen sind gleich 1 Sievert unter der Bedingung, dass die biologische Wirkung von ionisierender Strahlung oder sonstiger Photonenstrahlung, beispielsweise Gammastrahlung, berücksichtigt wird.)
Wurden die Kernkraftwerke in der Ukraine und in Russland nach der Katastrophe in Tschernobyl modernisiert?
   Ja und vor allem wurden auch die Betriebshandbücher angepasst.
Gibt es die gleichen Radioaktivitätsmessgeräte in Deutschland, in Tschechien, in der Ukraine?
   Ja. Die Messprinzipien sind gleich, nur die Hersteller andere.
Was passiert, wenn man Plutonium / Uran in die Hand nehmen würde?
   Nichts, sofern es sehr rein ist. Es sendet hauptsächlich Alpha Strahlung aus, diese durchdringt nicht die Epidermis*.
   (* äußere Zellschicht der Haut)
Schützen die Jodtabletten vor der Radioaktivität?
   Nein. Der Effekt ist folgender: Die Schilddrüse nimmt Iod auf. Sie unterscheidet nicht zwischen radioaktivem und stabilem Iod. Ist sie durch Gabe mit stabilem Iod (Tabletten) gesättigt, nimmt sie wenig oder kein zusätzliches radioaktives Iod mehr auf.
Erkennt man die Radioaktivität auf den ersten Blick, ohne das Radioaktivitätsmessgerät zu nutzen? 
   Nein, wir haben kein Sinnesorgan für Radioaktivität. Die in Spielfilmen häufig gezeigten Leuchterscheinungen aufgrund von Radioaktivität treten nur bei allerhöchsten Aktivitäten auf. Diese wären sehr schnell gesundheitsschädlich. Ausnahmen sind die Verwendung spezieller fluoreszierender Substanzen wie zum Beispiel Leuchtziffernblätter in alten Uhren. Aber nochmal: Generell kann der Mensch ohne Hilfsmittel Radioaktivität nicht feststellen.
Wie kann ein Mensch selbst auch radioaktiv werden, wenn er Strahlung ausgesetzt ist?
   Gar nicht. Eine „Aktivierung“ des Menschen in nennenswertem Maße z.B. durch Neutronen ist kaum vorstellbar, ohne dass deterministische Strahlenschäden auftreten.
Erkennt man die radioaktive Kontamination in der Luft / Erde / Grundwasser auch ohne Dosimeter?
   Nein. Ohne Messgeräte, wie z.B. ein Geiger Müller Zählrohr oder einen Proportionalzähler, also nur mit den menschlichen Sinnen geht das nicht.
Was ist Atomkernstrahlung?
   Es ist ein Fachterminus und bedeutete Strahlung, die aus dem Atomkern kommt. Sie ist sehr energiereich. Es heißt auch „ionisierende Strahlung“, ugs. „radioaktive Strahlung“.
In Chemnitz wurde die Radioaktivität im Jahr 2017 gemessen. Zudem wurde ein Hubschrauber benutzt. Gibt es Ergebnisse?
   Hierzu kann ich keine Aussage machen!
Wo findet man in Deutschland kontaminierte Stellen, sog. hot spots und was ist die Ursache? 
   Die größten kontaminierten Flächen sind in Sachsen und Sachsen-Anhalt aufgrund des ehemaligen Uran Bergbaus.
   Aber auch Rückstände von Kohlekraftwerken (z.B. Forsa) können erhebliche Mengen an Radioaktivität in die Umwelt bringen (gilt auch für Nutzung von Geothermie), jedoch ist dies inzwischen gut kontrolliert.
Der Bergbau hat in Sachsen und Thüringen eine jahrhundertealte Tradition. Gibt es Spätfolgen bei den Bergmännern? 
   Ja. Eine große Problematik war Radon. In den frühen Jahren gab es erhebliche Expositionen durch dieses radioaktive Gas und als Folge eine Vielzahl von Lungenkrebsfällen.
Ist Uran radioaktiv? 
   Ja, sicher. Uran ist immer radioaktiv. Ca 12.000 Bq pro Gramm (also 12000 Zerfälle pro Sekunde).
Gibt es noch Uran im Erzgebirge?
   Ja – das kommt noch ganz natürlich vor. Es wurde auch durch die SDAG Wismut nicht alles Uran abgebaut. Ca. ein Drittel der Uran Vorkommen sind noch dort unter Tage.

Radioökologie und Strahlenschutz in Hannover an der Tschernobyl-Problematik? 
   Clemens Walther: Seit vielen Jahren sind wir regelmäßig im Rahmen vieler Hilfsaktionen (anfangs) und Forschungsprojekte dort tätig. Zuletzt im Rahmen des Biovestra Projekts.
Was gibt es unter dem Sarkophag in Tschernobyl?
   Dort befindet sich der zerstörte Reaktor. Insbesondere der geschmolzene Kern (sogenanntes Corium) das den Hauptteil der Radioaktivität enthält.
Was war die Ursache für die Schädigung des ursprünglichen Sarkophags?
   Schlechte Bauweise sowie schnell gebaut. Es war nie auf eine lange Haltbarkeit ausgelegt, sondern eine Sofortmaßnahme.
Inwieweit war der Sarkophag geschädigt?
   Die Reaktor Hülle war 100% zerstört. Es kam zu einer Freisetzung von rund 10% der Aktivität.
Inwieweit ist der Sarkophag jetzt haltbar?
   Der Sarkophag ist inzwischen durch das New Safe Containment eingebettet. Deshalb spielt die Haltbarkeit des darunterliegenden 1986 eilig zusammengebauten Sarkophags keine Rolle mehr.
Warum wurde der alte Sarkophag nicht abgeräumt?
   Dann hätte man ja wieder den zerstörten Reaktorkern ohne Schutz in direkten Kontakt mit der Umwelt gebracht.
Was passiert mit dem alten Sarkophag künftig?
   Er wird unter dem NSC* rückgebaut.
   (* New Safe Confinement, Neuer Sicherer Einschluss)
Hat sich die Radioaktivität unter der Hülle seit dem Jahr 1986 vermindert, geblieben oder verstärkt?
   Sie ist abgeklungen. Die Leitnuklide sind eher „kurzlebig“ Z.B hat Caesium-137 hat eine Halbwertszeit (HWZ) von 30 Jahren. Diese Radioaktivität hat sich halbiert. Andere, wie das Cäsium-134 sind noch kurzlebiger (2 Jahre) das ist um ca. den Faktor 100.000 reduziert. Hingegen Plutonium-239 (HWZ 24.000 Jahre) ist nicht merklich zurückgegangen, macht aber nur einen kleineren Teil der Radioaktivität aus. Es gibt auch Radionuklide, die neu gebildet werden. So entsteht durch den Zerfall des Plutonium-241 (HWZ 14 Jahre), radioaktives Americium-241 (HWZ 430 Jahre).
Wie verhalten sich Plutonium (Pu) und Uran (U) in der Umwelt?
   Das hängt sehr von den Umweltbedingungen ab. Diese Elemente haben eine komplizierte Chemie, die vom sog. Oxidationszustand abhängt. Bei Sauerstoffzutritt bildet sich U (VI), das gut löslich und mobil ist.
   Bei Pu ist die dominierende Form Pu (IV), das unlöslich ist. Es kann aber an Schwebstoffen mobilisiert werden. Außerdem kann eine teilweise Oxidation zu Pu (V) erfolgen und das Pu mobilisieren – aber weniger stark als beim Uran. Dies alles gilt für Transport mit Wasser. Stäube können zusätzlich resuspensiert und über teils erhebliche Entfernungen transportiert werden (zuletzt nach Bränden).
Warum waren die drei anderen Reaktoren in Tschernobyl bis in das Jahr 2000 im Betrieb? 
   Zur Stromproduktion.
War es in Ordnung?
   Die zusätzliche von den Beschäftigten erhaltene Strahlendosis war als gering eingestuft worden.
Gab es keine Gefahr?
   Es gibt nie „keine Gefahr“. Das zusätzliche Risiko wurde als verhältnismäßig betrachtet.
Sind die drei anderen Reaktoren in Tschernobyl 100% sicher? 
   Sie sind abgeschaltet und werden rückgebaut.
Wird die Erde durch die Radioaktivität beziehungsweise durch die Isotopen jedes Jahr 1 cm tiefer kontaminiert?
   Ja, das Strontium-90 ist recht mobil. Es kann nachgewiesen werden. Jedoch bislang nicht in radiologisch relevanten Konzentrationen.
In der Nähe von Tschernobyl gibt es das Grundwasser. Deshalb wurde der Tunnel gebaut. Wie lange schützt er gegen Radioaktivität? 
   Das kann ich nicht sagen.
Wenn man in den Sarkophag rein theoretisch gehen würde, was würde passieren?
   Hängt davon ab wo. In der Nähe des Coriums ist die Dosisleistung mit etlichen Sv/h* sicherlich noch zu hoch, um sich dort mehr als einige Minuten aufhalten zu können, wenn überhaupt.
   (* Das Sievert ist eine Maßeinheit, die im Strahlenschutz vor ionisierender Strahlung verwendet wird. Ein Röntgen/Stunde ist die abgeleitete Einheit für die ionisierende Energiedosis. 100 Röntgen sind gleich 1 Sievert unter der Bedingung, dass die biologische Wirkung von ionisierender Strahlung oder sonstiger Photonenstrahlung, beispielsweise Gammastrahlung, berücksichtigt wird.)
Wurden die Kernkraftwerke in der Ukraine und in Russland nach der Katastrophe in Tschernobyl modernisiert?
   Ja und vor allem wurden auch die Betriebshandbücher angepasst.
Gibt es die gleichen Radioaktivitätsmessgeräte in Deutschland, in Tschechien, in der Ukraine?
   Ja. Die Messprinzipien sind gleich, nur die Hersteller andere.
Was passiert, wenn man Plutonium / Uran in die Hand nehmen würde?
   Nichts, sofern es sehr rein ist. Es sendet hauptsächlich Alpha Strahlung aus, diese durchdringt nicht die Epidermis*.
   (* äußere Zellschicht der Haut)
Schützen die Jodtabletten vor der Radioaktivität?
   Nein. Der Effekt ist folgender: Die Schilddrüse nimmt Iod auf. Sie unterscheidet nicht zwischen radioaktivem und stabilem Iod. Ist sie durch Gabe mit stabilem Iod (Tabletten) gesättigt, nimmt sie wenig oder kein zusätzliches radioaktives Iod mehr auf.
Erkennt man die Radioaktivität auf den ersten Blick, ohne das Radioaktivitätsmessgerät zu nutzen? 
   Nein, wir haben kein Sinnesorgan für Radioaktivität. Die in Spielfilmen häufig gezeigten Leuchterscheinungen aufgrund von Radioaktivität treten nur bei allerhöchsten Aktivitäten auf. Diese wären sehr schnell gesundheitsschädlich. Ausnahmen sind die Verwendung spezieller fluoreszierender Substanzen wie zum Beispiel Leuchtziffernblätter in alten Uhren. Aber nochmal: Generell kann der Mensch ohne Hilfsmittel Radioaktivität nicht feststellen.
Wie kann ein Mensch selbst auch radioaktiv werden, wenn er Strahlung ausgesetzt ist?
   Gar nicht. Eine „Aktivierung“ des Menschen in nennenswertem Maße z.B. durch Neutronen ist kaum vorstellbar, ohne dass deterministische Strahlenschäden auftreten.
Erkennt man die radioaktive Kontamination in der Luft / Erde / Grundwasser auch ohne Dosimeter?
   Nein. Ohne Messgeräte, wie z.B. ein Geiger Müller Zählrohr oder einen Proportionalzähler, also nur mit den menschlichen Sinnen geht das nicht.
Was ist Atomkernstrahlung?
   Es ist ein Fachterminus und bedeutete Strahlung, die aus dem Atomkern kommt. Sie ist sehr energiereich. Es heißt auch „ionisierende Strahlung“, ugs. „radioaktive Strahlung“.
In Chemnitz wurde die Radioaktivität im Jahr 2017 gemessen. Zudem wurde ein Hubschrauber benutzt. Gibt es Ergebnisse?
   Hierzu kann ich keine Aussage machen!
Wo findet man in Deutschland kontaminierte Stellen, sog. hot spots und was ist die Ursache? 
   Die größten kontaminierten Flächen sind in Sachsen und Sachsen-Anhalt aufgrund des ehemaligen Uran Bergbaus.
   Aber auch Rückstände von Kohlekraftwerken (z.B. Forsa) können erhebliche Mengen an Radioaktivität in die Umwelt bringen (gilt auch für Nutzung von Geothermie), jedoch ist dies inzwischen gut kontrolliert.
Der Bergbau hat in Sachsen und Thüringen eine jahrhundertealte Tradition. Gibt es Spätfolgen bei den Bergmännern? 
   Ja. Eine große Problematik war Radon. In den frühen Jahren gab es erhebliche Expositionen durch dieses radioaktive Gas und als Folge eine Vielzahl von Lungenkrebsfällen.
Ist Uran radioaktiv? 
   Ja, sicher. Uran ist immer radioaktiv. Ca 12.000 Bq pro Gramm (also 12000 Zerfälle pro Sekunde).
Gibt es noch Uran im Erzgebirge?
   Ja – das kommt noch ganz natürlich vor. Es wurde auch durch die SDAG Wismut nicht alles Uran abgebaut. Ca. ein Drittel der Uran Vorkommen sind noch dort unter Tage.


https://www.youtube.com/watch?v=_aouDJLe_v0&t=1290s