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TU Dresden bietet Lern- und Spielwerkstatt für ukrainische Schüler

Pixabay/klimkin
Pixabay/klimkin

Wissenschaftler:innen und Studierende des Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften der Technischen Universität Dresden haben ein pädagogisches Projekt entwickelt, um aus der Ukraine geflüchteten Familien einen pädagogischen und sozialen Treffpunkt in Dresden zu bieten.  Seit dem 11. März steht den ukrainischen Schulkindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 16 Jahren an Werktagen eine Lern- und Spielwerkstatt in den Räumen der TUDAG-Bildungsunternehmen im World Trade Center Dresden zur Verfügung.

Die Spiel- und Lernwerkstatt bietet den von Krieg und Flucht betroffenen Kindern und Jugendlichen einen Raum für Austausch und gemeinsames Lernen. Pädagogisch betreute Begleitprogramme sollen ihnen dabei helfen, das Erfahrende zu bearbeiten. Das Projekt wird von Mitarbeiter:innen der TUD-Lehramtsausbildung aus der Berufspädagogik, der Schulpädagogik und unterschiedlichen Fachdidaktiken sowie der Semperoper Education und der Staatsoperette unterstützt. Zusätzlich konnten Therapeut:innen und eine ukrainische Lehrerin gewonnen werden.

Initiatorin des Projekts ist Anke Langner, Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Inklusive Bildung an der TU Dresden. Angeregt durch ein Zeitungsinterview mit einer geflüchteten ukrainischen Lehrerin und vielen Anfragen an die Universitätsschule entstand die Idee zu einer gezielten, unbürokratischen Unterstützung für geflüchtete Familien mit Kindern und Jugendlichen. Ausgehend von der Überlegung, dass die klassische Schule nicht die optimalen Bedingungen in dieser besonderen Situation liefern kann, ist ein Angebot für die aus ihrem vertrauten Leben gerissenen Heranwachsenden in der ihnen ungewohnten neuen Lebenssituation notwendig, das die richtige pädagogische Zuwendung bietet, so Langner. „Uns geht es nicht um den Ersatz des klassischen Schulunterrichts, sondern wir wollen den Kindern und Jugendlichen wieder eine Tagesstruktur anbieten und einen Ort, um andere Gleichaltrige zu treffen. Hier gibt es keinen Lehrplan, sondern wir schauen, was den Kindern Spaß macht.“

Die Spiel- und Lernwerkstatt wird in Zusammenarbeit mit den Bildungsunternehmen der TUDAG-Gruppe – DIU, EIPOS und TUDIAS – organisiert, die Räumlichkeiten und Lehrmaterialien kostenlos zur Verfügung stellen. Prof. Hans Müller-Steinhagen, Vorstand der TUDAG und Präsident der DIU, betont, „dass diese Unternehmen gerne mit ihren Ressourcen dazu beitragen, das Leid der Heranwachsenden zu mindern, die von dem Überfall auf ihr Heimatland und der Flucht besonders hart betroffen sind.“

Anmeldung und Informationen

Die Lern- und Spielwerkstatt für Kinder und Jugendliche von 6 bis 16 Jahren befindet sich in den Räumen der TUDAG-Bildungsunternehmen im World Trade Center Dresden, Freiberger Straße 37, 01067 Dresden. Sie ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Interessierte Familien und Studierende, die das Projekt pädagogisch unterstützen möchten, melden sich an über education.refugee@tu-dresden.de.