Mit 500 Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 1 bis 7 ist die Universitätsschule Dresden in ihr drittes Schuljahr gestartet. Vor zwei Jahren hatte die neugegründete Schule mit 200 Schüler:innen begonnen. Auch für das kommende Schuljahr 2022/23 ist das Interesse groß: Im September wurden für die 75 verfügbaren Schulplätze in der Klassenstufe 1 bereits über 160 Schulanfänger:innen angemeldet – ein Spitzenwert im städtischen Vergleich. Bei der Auswahl wird die Schulleitung durch Vorschläge der Forschung unterstützt, die eine repräsentative Stichprobe in der Schulgemeinschaft benötigt.
„Corona hat das Konzept der Universitätsschule Dresden bestätigt. Es zielt auf das zunehmend selbstständige und durch die Neugier des Kindes motivierte Lernen. Die größte Schwierigkeit war die Ermöglichung von kooperativen Lernprozessen in der Zeit der Schulschließung."
Prof. Dr. Anke Langner,
Professorin für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Inklusive Bildung und wissenschaftliche Leiterin der Universitätsschule Dresden
Erreicht werden konnten diese Fortschritt auch trotz des aktuellen Raum- und Lehrkräftemangels. Gerade in der Zeit der Schulschließungen konnte dieser nur bedingt durch die Partnerorganisationen für Ganztagsangebote (GTA) aufgefangen werden. Die GTA-Partner sind fester Bestandteil des rhythmisierten Ganztags aus Lern- und Entspannungsphasen, der aktuell noch nicht wie im Konzept beschrieben umgesetzt werden kann. Auch ist der Schulversuch noch nicht mit zusätzlichen Ressourcen für Lehrkräfte und Erzieher:innen ausgestattet, zum Beispiel zur Reflexion ihrer Praxis. So leisten die Pädagog:innen etwa Rückmeldungen an das begleitende Forschungsprojekt und gemeinsame Weiterentwicklung des Konzepts im Rahmen des regulären Stundendeputats.
„Die Universitätsschule geht gestärkt in das dritte Jahr. Wir freuen uns über das große Interesse an zeitgemäßen Lernmethoden in der Dresdner Elternschaft. Dafür bildet sich auch das Lehrkräfteteam in der Pädagog:innenakademie stetig weiter.“