Kellerduell gegen Fürth: Dynamo vor heißem Rückrundenstart
Für Dynamo Dresden beginnt am kommenden Samstag wieder der Ernst des Zweitliga-Alltags. Um 13 Uhr empfängt die SGD Greuther Fürth im Rudolf-Harbig-Stadion – ein echtes Kellerduell. Will Dynamo den Klassenerhalt noch schaffen, sind Punkte in dieser Partie Pflicht.
Am heutigen Sonntag trat die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm die Rückreise aus dem Wintertrainingslager in der Türkei nach Dresden an. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht: Bereits am Dienstag geht es in der AOK PLUS Walter-Fritzsch-Akademie wieder auf den Trainingsplatz.
Dann soll auch eine lange offene Personalie endlich geklärt sein. Die SGD steht kurz davor, einen neuen Torwart zu präsentieren. Eigentlich war geplant, dass der neue Keeper bereits im Trainingslager zur Mannschaft stößt, doch der Transfer verzögerte sich. Nun deutet jedoch alles darauf hin, dass der Schlussmann in der kommenden Woche erstmals mit der Mannschaft trainieren wird. Sportchef Sören Gonther sagte gegenüber der Sächsischen Zeitung:
„Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster, das zu sagen: Am Dienstag trainiert ein neuer Torwart mit.“
Andi Hoti: Dynamo wagt neuen Anlauf
Auch bei der Personalie Andi Hoti gibt es erneut Bewegung. Zwar hatte Sportchef Gonther die Spekulationen zuletzt etwas gedämpft, ganz abgeschlossen ist das Thema aber offenbar nicht. Bei einer Medienrunde im Trainingslager erklärte Gonther gegenüber TAG24:
„Da sind sicherlich Optionen da. Aber wir haben nach der Verpflichtung von Thomas Keller nicht mehr den Druck, jetzt unbedingt handeln zu müssen oder Dinge zu machen, die am Ende nicht vertretbar sind.“
Der Innenverteidiger, der Dynamo in der vergangenen Saison noch maßgeblich zum Aufstieg in die 2. Bundesliga verholfen hatte, ist beim 1. FC Magdeburg unzufrieden. Hoti durfte zuletzt nicht einmal mit ins Trainingslager reisen um sich einen neuen Verein zu suchen. FCM-Geschäftsführer Ottmar Schork sagte gegenüber BILD:
„Er ist mit seiner Situation unzufrieden. Für uns war deshalb klar, dass wir nur Spieler mitnehmen, die mit Herzblut bei der Sache sind.“
Sportlich spielt Hoti in Magdeburg kaum noch eine Rolle. Verletzungsprobleme, fehlender Rhythmus und starke Konkurrenz in der Defensive führten dazu, dass seine Einsatzzeiten im Verlauf der Hinrunde deutlich zurückgingen. Eine Trennung scheint daher nur noch eine Frage der Zeit.
Neben Dynamo soll auch Hannover 96 Interesse am Innenverteidiger zeigen. Dort wartet mit Ex-FCM-Trainer Christian Titz ein alter Bekannter. Dennoch wagte die SGD offenbar noch einmal einen Vorstoß. Nach Informationen der BILD hinterlegte Dynamo beim 1. FC Magdeburg ein schriftliches Kaufangebot – doch Schork lehnte erneut ab.
Dabei plant der FCM offenbar ohnehin nicht mehr mit dem Spieler. Ein Wechsel hätte Gehalt eingespart und gleichzeitig Einnahmen generiert. Stattdessen bleibt Hoti vorerst außen vor – und einem Profi, der zuletzt unglücklich war, wird der Weg zu einem Verein versperrt, bei dem er sich in der vergangenen Rückrunde besonders wohlgefühlt hatte.
(PS)