Dynamo dominiert die 1. Halbzeit
Flutlicht-Atmosphäre im Rudolf-Harbig-Stadion: Am 14. Februar 2026 steigt in Dresden das Topspiel der 2. Bundesliga. Vor ausverkaufter Kulisse empfängt Dynamo Dresden den SV Elversberg – ein Abend, der ganz im Zeichen von Flutlicht, Emotionen und großer Bühne steht.
Die Anfangsphase verlief noch abwartend. Beide Teams tasteten sich heran, klare Torchancen waren zunächst Mangelware. Doch mit zunehmender Spielzeit übernahm Dynamo die Kontrolle und schlug in der 12. Minute sehenswert zu.
Eine Rossipal-Flanke fand zunächst keinen Abnehmer, doch der Ball blieb heiß. Über Hauptmann und Bobzien landete die Kugel erneut bei Rossipal, der aus dem Rückraum Maß nahm. Sein Distanzschuss schlug mit 114 km/h flach unten rechts ein keine Chance für SVE-Keeper Kristof. Ein technisch anspruchsvoller Abschluss und die verdiente Führung für die Hausherren.
In der 24. Minute schien das Stadion erneut zu beben. Hauptmann steckte nahezu perfekt auf Jason Ceka durch, der frei vor Kristof cool blieb und einschob. Kurzzeitig stand es 2:0, doch die Fahne war oben. Der VAR überprüfte die Szene und bestätigte die knappe Abseitsposition der Treffer zählte nicht.
Elversberg meldete sich in der 29. Minute mit seiner bislang besten Gelegenheit zurück. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß über links brachte Mickelson den Ball scharf ins Zentrum. Mokwa behauptete die Kugel am Elfmeterpunkt und legte zurück auf Poreba, der auf das linke Eck zielte. Dynamo-Keeper Schreiber reagierte stark und verhinderte den Ausgleich.
Auch in der Schlussphase des ersten Durchgangs blieb Dresden das aktivere Team. Über Ceka und Wagner kombinierte sich Dynamo immer wieder nach vorne. Rossipal setzte Bobzien in Szene, dessen Hereingabe von der Grundlinie jedoch keinen Mitspieler fand. Amoako blieb aufmerksam, eroberte den Ball zurück und holte eine Ecke heraus die allerdings ohne Ertrag blieb.
Weitere Höhepunkte blieben bis zum Pausenpfiff aus. Nach 45 Minuten führte Dynamo verdient mit 1:0 und überzeugte im Flutlicht-Topspiel mit Intensität, Struktur und einem Traumtor.
Elversberg dreht das Spiel, Dresden verpasst Großchancen
Mit Wiederanpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion verzichteten beide Trainer zunächst auf personelle Veränderungen. Dynamo Dresden führte zur Pause noch, doch nach dem Seitenwechsel kippte das Flutlicht-Topspiel gegen den SV Elversberg zunehmend.
In der 49. Minute meldeten sich die Saarländer erstmals gefährlich zurück. Über Petkov verlagerte Elversberg das Spiel von links auf die rechte Seite, wo Keidel durchgelaufen war. Aus kurzer Distanz setzte er den Ball allerdings nur ans Außennetz ein erster Fingerzeig.
Wenig später deutete sich der Ausgleich bereits an. In der 58. Minute schickte Rohr Mickelson mit einem hohen Ball über die linke Seite. Der Linksverteidiger nutzte den Raum, den ihm die Dresdner Defensive ließ, und vollendete rund zehn Meter vor Schreiber mit der rechten Innenseite präzise in die rechte Ecke. 1:1 das Spiel war wieder offen.
Elversberg blieb dran und übernahm zunehmend die Kontrolle. Während Dynamo kaum noch Entlastung nach vorne schaffte, gewannen die Gäste mehr und mehr zweite Bälle. Das Momentum lag nun klar auf Seiten der SVE.
In der 78. Minute folgte die komplette Wende. Fröling klärte eine Situation unzureichend direkt vor die Füße von Günther, der aus halblinker Position abzog. Schreiber konnte den Schuss nur nach vorne abwehren genau dorthin, wo Petkov lauerte. Der Offensivmann reagierte am schnellsten und drückte den Ball über die Linie. Elversberg drehte die Partie, 1:2.
Dynamo stemmte sich in der Schlussphase gegen die Niederlage. In der 84. Minute verhinderte ausgerechnet Petkov den schnellen Ausgleich. Nach einer Kutschke-Flanke verpasste Daferner am zweiten Pfosten nur knapp, doch Petkov klärte in höchster Not mit dem Fuß vor der Linie.
In der Nachspielzeit wurde es hektisch. Zunächst schien Conte nach Vorarbeit von Pherai auf 1:3 zu erhöhen (90.+2), doch der Treffer wurde wegen eines Handspiels zurückgenommen zudem stand zuvor wohl Schnellbacher im Abseits. Kurz darauf rettete Kristof sein Team gleich doppelt stark: Erst parierte er einen Lemmer-Volley nach Ecke, dann war er auch gegen Herrmann aus kurzer Distanz zur Stelle (90.+4).
Ganz am Ende warf Dynamo alles nach vorne. Nach einem langen Einwurf kam Keller im Strafraum noch einmal an den Ball, verpasste eine Hereingabe aus dem rechten Halbfeld jedoch knapp (90.+10).
Dann war Schluss. Elversberg dreht im Flutlicht das Spiel und gewinnt mit 2:1 in Dresden. Für Dynamo ist es nach starker erster Halbzeit eine bittere Niederlage im Topspiel.
(DS)