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Dresden und Freiberg bei Patenten spitze

Die sächsischen Hochschulen sind Spitzenreiter im Patent-Ranking.
Forschung mit Wirkung: Sachsens Hochschulen melden mehr Patente an als ihre Kollegen in jedem anderen Bundesland.
Von: Wissensland
Sachsens Hochschulen zählen zu den innovativsten in ganz Deutschland. Das belegt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Die TU Bergakademie Freiberg und die TU Dresden melden besonders viele Patente an. Was steckt dahinter – und warum profitieren davon auch Sie?

Wenn an Hochschulen neue Werkstoffe, Medikamente oder technische Verfahren entstehen, werden viele dieser Ideen zunächst als Patent geschützt. Gerade Hochschulen in Ostdeutschland melden dabei besonders viele Patente an – vor allem in Sachsen.

Das zeigt eine neue Studie des Institut der deutschen Wirtschaft. Sachsens Hochschulen kommen demnach auf 5,4 Patentanmeldungen pro 1.000 Studierende. Damit ist das Bundesland Spitzenreiter vor Thüringen mit 4,7 und Baden-Württemberg mit 3,3. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,0. Berlin und Nordrhein-Westfalen liegen dagegen bei etwas mehr als einer Anmeldung.

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Freiberg und Dresden an der Spitze

Zwei sächsische Einrichtungen landen im Ranking ganz oben. In absoluten Zahlen zählt die Technische Universität Dresden zu den führenden Hochschulen Deutschlands. Von fast 5.000 Patenten, die deutsche Hochschulen innerhalb von fünf Jahren anmeldeten, entfielen rund 300 auf die TU Dresden. "Patente sind ein Indikator für Wertschöpfung und Wohlstand. Die erneute Spitzenposition im IW-Bericht zur Patentstärke der deutschen Hochschulen bestätigt unsere erfolgreiche Arbeit für den Transfer von innovativer Forschung in die Praxis“, sagt Prof. Andreas Pinkwart, Direktor des TUD Excellence Center for Innovation, Transfer and Entrepreneurship (TUD|exite).

Besonders viele Patente im Verhältnis zur Studierendenzahl meldet die Technische Universität Bergakademie Freiberg an. Sie kommt auf rund 24 Patentanmeldungen pro 1.000 Studierende und liegt damit bundesweit auf Platz eins. "Die hohe Anzahl angemeldeter Patente zeigt eindrucksvoll die Stärke der TU Bergakademie Freiberg im Bereich der anwendungsorientierten Forschung", kommentiert Professor Martin Bertau, Prorektor für Forschung und Transfer. 

Bei den absoluten Zahlen der Patentanmeldungen landet die TU Chemnitz auf Rang 28, die Universität Leipzig auf Platz 41, die Hochschule Mittweida auf Platz 50, die HTW Dresden auf Platz 60, die HTWK Leipzig auf Rang 93, die Westsächsische Hochschule Zwickau auf Rang 96 und die Hochschule Zittau/Görlitz auf Platz 127.

Hochschulen und Unternehmen arbeiten oft zusammen

Viele Hochschulpatente entstehen gemeinsam mit Unternehmen oder anderen Partnern. Fast jedes dritte Hochschulpatent wird laut Studie in Kooperation entwickelt. Bei anderen Patentanmeldungen in Deutschland trifft das nur auf etwa jedes zwanzigste Patent zu. Besonders häufig arbeiten Hochschulen dabei mit großen Unternehmen zusammen. "Wer heute ein Patent anmeldet, bringt häufig morgen ein neues Produkt auf den Markt. Für Unternehmen sind Hochschulen damit wichtige Ideenschmieden“, sagt IW-Experte Oliver Koppel.

Patente schützen technische Entwicklungen rechtlich davor, kopiert zu werden. Gleichzeitig gelten sie als wichtiger Hinweis darauf, wie stark Hochschulen und Forschungseinrichtungen anwendungsnahe Entwicklungen hervorbringen. Gerade technische Hochschulen und spezialisierte Forschungsstandorte melden häufig besonders viele Patente an, weil dort intensiv an neuen Materialien, Verfahren oder Technologien gearbeitet wird.

Hier gibt es das komplette Ranking.

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