Wenn an Hochschulen neue Werkstoffe, Medikamente oder technische Verfahren entstehen, werden viele dieser Ideen zunächst als Patent geschützt. Gerade Hochschulen in Ostdeutschland melden dabei besonders viele Patente an – vor allem in Sachsen.
Das zeigt eine neue Studie des Institut der deutschen Wirtschaft. Sachsens Hochschulen kommen demnach auf 5,4 Patentanmeldungen pro 1.000 Studierende. Damit ist das Bundesland Spitzenreiter vor Thüringen mit 4,7 und Baden-Württemberg mit 3,3. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,0. Berlin und Nordrhein-Westfalen liegen dagegen bei etwas mehr als einer Anmeldung.
Hochschulen und Unternehmen arbeiten oft zusammen
Viele Hochschulpatente entstehen gemeinsam mit Unternehmen oder anderen Partnern. Fast jedes dritte Hochschulpatent wird laut Studie in Kooperation entwickelt. Bei anderen Patentanmeldungen in Deutschland trifft das nur auf etwa jedes zwanzigste Patent zu. Besonders häufig arbeiten Hochschulen dabei mit großen Unternehmen zusammen. "Wer heute ein Patent anmeldet, bringt häufig morgen ein neues Produkt auf den Markt. Für Unternehmen sind Hochschulen damit wichtige Ideenschmieden“, sagt IW-Experte Oliver Koppel.
Patente schützen technische Entwicklungen rechtlich davor, kopiert zu werden. Gleichzeitig gelten sie als wichtiger Hinweis darauf, wie stark Hochschulen und Forschungseinrichtungen anwendungsnahe Entwicklungen hervorbringen. Gerade technische Hochschulen und spezialisierte Forschungsstandorte melden häufig besonders viele Patente an, weil dort intensiv an neuen Materialien, Verfahren oder Technologien gearbeitet wird.
Hier gibt es das komplette Ranking.