Talsperren halten Trinkwasser zurück, schützen vor Hochwasser und können zur Energieversorgung beitragen. Aber wie sicher sind ihre Mauern? Gerade unter Wasser, wo sie nur schwer zugänglich sind? Forschende der Technische Universität Bergakademie Freiberg haben dafür jetzt einen Tauchroboter entwickelt.
Die Talsperre Malter bei Dippoldiswalde ist ein gutes Beispiel. Ihre Staumauer stammt noch aus der Kaiserzeit. Gebaut wurde sie, nachdem die Weißeritz beim Hochwasser von 1897 ungebremst 19 Menschen das Leben kostete und Häuser, Brücken sowie Bahnstrecken zerstörte. Viele Talsperren in Deutschland sind über 100 Jahre alt. Gleichzeitig steigen durch den Klimawandel die Belastungen, etwa durch Starkregen, längere Trockenperioden oder stärkere Schwankungen der Wasserstände. Das macht regelmäßige und möglichst genaue Kontrollen wichtiger als früher.
Doch die Unterwasserseite einer Staumauer ist schwer erreichbar. Bisher sind solche Inspektionen aufwendig, teuer und oft mit Risiken für Tauchteams verbunden. Genau da setzt das Freiberger Projekt "SUBmarIne" an.