Im Tagebau Jänschwalde beginnt am Dienstag nach einem monatelangen Stopp wegen einer fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung wieder die Braunkohleförderung. Mit Beginn der Frühschicht um 06.00 Uhr fährt der Tagebau wieder komplett an, sagte ein Sprecher des Betreibers Leag am Montagabend. Damit arbeite die Grube dann wieder im normalen Betrieb. Laut Leag arbeiten dort mehr als 600 Beschäftigte in drei Schichten.
Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) habe die Zulassung des Hauptbetriebsplanes 2020 bis 2023 erteilt, teilte das Energieunternehmen am Montag mit. Vorausgegangen war eine umfangreiche Prüfung, ob sich der Tagebau mit Pflanzen- und Tierwelt sowie den örtlichen Biotopen verträgt, die so genannte FFH-Umweltverträglichkeitsprüfung. Es ging den Angaben zufolge um 14 FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet.
Im Tagebau wurde seit dem 1. September 2019 regulär keine Kohle abgebaggert, der Hauptteil der Anlagen mit der riesigen Förderbrücke stand weitgehend still. Während der Zeit gab es allerdings einen Sicherungsbetrieb. Dabei wurde der Tagebau unter anderem vor anströmenden Grundwasser geschützt.