Die Zukunft von «Polizeiruf 110» und Dresdner «Tatort»-Folgen sorgt für Widerstand: In einem gemeinsamen offenen Brief fordern Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) den MDR auf, das geplante Produktionsmoratorium zu überprüfen und die Formate langfristig zu sichern.
Die Stadtoberhäupter betonen die Bedeutung der Krimireihen für die Sichtbarkeit Ostdeutschlands. Die Sendungen transportierten Geschichten und Bilder der Region in Millionen Wohnzimmer. Ein Rückzug aus den ostdeutschen Produktionsstandorten würde die mediale Präsenz der neuen Bundesländer im öffentlich-rechtlichen Rundfunk schwächen, heißt es in dem Schreiben.
Zugleich verweisen die Oberbürgermeister auf wirtschaftliche Folgen. Von Filmproduktionen profitierten Kreativwirtschaft, Technikdienstleister, Handwerksbetriebe, Hotels und Gastronomie. Auch der Imagegewinn für die Städte sei erheblich.