Sachsen melden besonders viele Überschwemmungsschäden
Überschwemmungen nach starken Regenfällen oder Hochwasser haben 2025 in Sachsen so häufig Schäden verursacht wie in keinem anderen Bundesland. Laut dem Naturgefahrenreport des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kamen 9,6 Schäden auf 1.000 Versicherte. Bundesweit lag dieser Wert bei 3,7. Insgesamt seien rund 9.000 Elementarschäden gemeldet worden. Der Begriff umschreibt Schäden, die durch Naturgefahren wie Hochwasser, Starkregen oder Rückstau entstehen. Zum Vergleich: Im nach Einwohnern ähnlich großen Bundesland Rheinland-Pfalz wurden 2025 rund 4.000 Fälle gemeldet. Die durchschnittliche Schadenshöhe lag in Sachsen bei 1.800 Euro. Bundesweit wurden im vorigen Jahr rund 88.000 Elementarschäden registriert. Der Schadensdurchschnitt war bundesweit höher als in Sachsen - er lag bei 4.700 Euro. Etwas mehr als die Hälfte der Wohngebäude im Freistaat (54 Prozent) sei gegen Elementargefahren versichert, hieß es. «Sturzfluten, Starkregen, schwere Stürme und immer mehr Hitzetage zeigen, dass wir uns auf veränderte Risiken einstellen müssen. Wir Versicherer gehen davon aus, dass sich die Schäden infolge des Klimawandels bis 2050 mindestens verdoppeln könnten», erklärte Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten