Baupreise steigen um 6,1 Prozent - stärkstes Plus seit 2023
Wer in Sachsen ein eigenes Haus oder Wohnungen bauen will, muss immer höhere Kosten einplanen: Im August lagen die Baupreise für den Neubau von Wohngebäuden 6,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit drei Jahren. Betroffen sind sowohl Arbeiten am Rohbau als auch am Ausbau. Auch die Instandhaltung bestehender Gebäude wurde um 6,1 Prozent teurer, Schönheitsreparaturen in einer Wohnung um 2,1 Prozent. Grund für den Anstieg der Baupreise sind neben fortdauernden Lohn- und Materialpreiserhöhungen auch die gestiegenen Transportkosten infolge der aktuellen Kraftstoffpreisentwicklung. Der überwiegende Teil der im Baupreisindex berücksichtigten Bauleistungen wurde daher teurer als im August 2025 angeboten. Beim Rohbau von Wohngebäuden machte sich das besonders bei Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten (plus 11,2 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (plus 9,9 Prozent) sowie bei Entwässerungskanalarbeiten (plus 8,9 Prozent) bemerkbar. Die größten Preissteigerungen im Ausbaugewerbe wurden bei Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (plus 16,1 Prozent), Betonwerksteinarbeiten (plus 10,3 Prozent) sowie Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen (plus 9,9 Prozent) verzeichnet. Ähnlich wie im Wohnungsbau entwickelten sich die Preise für die Errichtung eines Bürogebäudes (plus 6,3 Prozent) oder gewerblichen Betriebsgebäudes (plus 6,1 Prozent). Beim Straßenbau stiegen die Kosten etwas stärker um 7,4 Prozent. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHöhere Kosten für Lohn, Material und Transport
Steigerung trifft auch Gewerbe und Straßenbau