Leipziger Denkmäler bekommen einen «Wintermantel»
Leipzig bringt wichtige Denkmäler «unter die Haube» und rüstet sie damit für die Winterzeit aus. «Rund 40 zumeist steinerne Denkmäler erhalten derzeit eine Einhausung aus Holz», teilte die Verwaltung mit. Leipziger Tischler fertigen dazu praktisch maßgeschneiderte Hüllen, damit die Denkmäler die kalte und feuchte Witterung gut überstehen. «Anders als Metall oder Bronze ist Naturstein offenporig. Feuchtigkeit kann eindringen. Kühlt sich das Wasser auf unter vier Grad ab, dehnt es sich aus. Bei Frost vergrößert sich sein Volumen noch einmal deutlich und der Naturstein kann aufplatzen», erklärte Ansgar Scholz vom Kulturamt mit Blick auf schützende Holzhüllen. Etwa bis Ostern sollen die Denkmäler auf diese Weise weitgehend verborgen bleiben - die Stadt macht das von der Witterung abhängig. «Der früheste Termin für das Auspacken ist der 21. März, Bachs Geburtstag», hieß es. Dann wird traditionell das Alte Bach-Denkmal am Dittrichring aus seinem hölzernen Wintermantel befreit. Es gilt als weltweit ältestes Denkmal für Johann Sebastian Bach (1685-1750) und wurde 1843 eingeweiht. Müssen Einhausungen erneuert werden, bauen die Tischler inzwischen ein «Visier» ein. So können Neugierige auch im Winter einen Blick auf die dargestellten Persönlichkeiten werfen. Elf Denkmäler hat das Kulturamt in diesem Jahr zudem mit neuen Informationstafeln versehen. Darauf findet sich Wissenswertes zu ihrer Entstehung sowie ein Bild des eingehüllten Denkmals. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenWinterwetter macht Denkmälern aus Naturstein zu schaffen
Hüllen sollen frühestens am 21. März kommenden Jahres fallen
Manche Hüllen für Denkmäler gewähren Einblicke durch Sichtfenster