3000-Meter-Siegerin Hanna Klein hat bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in der Halle in Leipzig ihre Solidaritätsaktion für die Ukraine begründet. Die Läuferin hatte am Samstag ein gelb-blaues Armband getragen und nach ihrem Titel auf der Bahn das Victory-Zeichen mit gespreiztem Zeige- und Mittelfinger geformt. Sie habe sich im Vorfeld Gedanken gemacht und ihre Solidarität zeigen wollen, erklärte Klein am Sonntag.
Bei der Aktion sei es weniger um ein politisches Statement gegangen, sondern um einen Ausdruck der Menschlichkeit. «Das betrifft uns doch alle», sagte Klein zur russischen Invasion in die Ukraine. Die 28-Jährige aus Tübingen sieht sich auf der Linie des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, der vor Beginn der Meisterschaften am Samstag eine Schweigeminute abgehalten hatte. Auf dem Videowürfel in der Leipziger Arena war die gelb-blaue Fahne der Ukraine zu sehen.
Am Ende des ersten Wettkampftages hatte es allerdings auch Ärger wegen einer nicht gestatteten Solidaritätsaktion gegeben. 3000-Meter-Meister Maximilian Thorwirth, der ebenfalls ein gelb-blaues Armband trug, zeigte sich wütend, weil Athleten aus Leverkusen die aufgemalte Ukraine-Fahne auf dem Arm abkleben mussten. Eine entsprechende Anweisung habe es nach der Kontrolle der Wettkampfkleidung vor dem Start gegeben.